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© Kyocera
Elektronikproduktion |

Kyocera investiert Millionen in deutsche Produktionsstandorte

Kyocera Fineceramics Europe baut seine Produktions- und Technologiekapazitäten in Deutschland weiter aus. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in Selb, Mannheim und Waiblingen – darunter eine neue Großpresse für Hochleistungskeramik und zusätzliche Kapazitäten für die Halbleiter- und Medizintechnik.

Wie Kyocera Fineceramics Europe in einer Pressemitteilung mitteilt, setzt das Unternehmen seine europäische Wachstums- und Investitionsstrategie mit dem Ausbau mehrerer deutscher Standorte fort. In Selb wurde eine neue kaltisostatische Presse (CIP) installiert, während gleichzeitig in Mannheim und am neuen Produktionsstandort in Waiblingen investiert wird. 

Rund acht Millionen Euro investiert Kyocera in die neue Presse in Selb. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich dabei um die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Standorts. Die Anlage befindet sich in einer eigens errichteten Halle, deren Bau 2023 begann, und ermöglicht die Fertigung großformatiger und hochkomplexer Komponenten aus Hochleistungskeramik. 

Die Presse soll insbesondere für Bauteile aus siliziuminfiltriertem Siliziumkarbid (SiSiC) eingesetzt werden. Das Material zeichnet sich durch hohe Festigkeit sowie Temperatur- und Verschleißbeständigkeit aus. Die Anlage kann zudem für weitere keramische Materialien wie gesintertes Siliziumkarbid (SSiC) genutzt werden. Mit einem maximalen Druck von 2.000 bar wiegt die neue Presse rund 290 Tonnen. 

„Die neue Presse stellt einen wichtigen strategischen Schritt für den Standort Selb dar. Sie ermöglicht es uns erstmals, großvolumige Komponenten aus siliziuminfiltriertem Siliziumkarbid in einer Qualität und in Dimensionen herzustellen, die bisher nicht erreichbar waren“, sagt Dr. Carsten Rußner, President von Kyocera Fineceramics Europe.

Mit der neuen Anlage erweitert Kyocera seine Fertigungskapazitäten insbesondere für Anwendungen in der Halbleiterindustrie. Dort steigen laut Unternehmen die Anforderungen an Größe, Präzision und Materialeigenschaften kontinuierlich. 

Auch der Standort Mannheim wird weiter ausgebaut. Seit 2024 hat Kyocera dort nach eigenen Angaben bereits mehr als 30 Millionen Euro in zusätzliche Produktionskapazitäten sowie ein modernes Verwaltungs-, Produktions- und Logistikgebäude investiert. Mannheim fungiert als europäischer Hauptsitz der Fineceramics Division. Die dort produzierten Hochleistungskeramiken kommen unter anderem in der Halbleiterfertigung, Energie- und Medizintechnik sowie in industriellen Hightech-Anwendungen zum Einsatz.

Weitere Investitionen erfolgen in Waiblingen. Dort hat Kyocera für die neu gegründete Kyocera Fineceramics Medical GmbH eine Produktionsstätte für medizinische Keramiklösungen aufgebaut. In der ersten Bauphase wurden rund 30 Millionen Euro investiert. Gefertigt werden dort unter anderem BIOCERAM AZUL Hochleistungskeramik-Kugelköpfe für orthopädische Implantate. 

Mit den Investitionen an den drei deutschen Standorten will Kyocera seine Produktionskapazitäten für Hochleistungskeramik ausbauen und gleichzeitig die technologische Position seiner europäischen Standorte stärken. 


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