Infineon eröffnet neuen Backend-Standort in Thailand
Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon hat einen neuen Backend-Fertigungsstandort im thailändischen Bangkok eröffnet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 1. Oktober hervor. Der Standort in Samut Prakan schafft zusätzliche Fertigungskapazitäten und kann schrittweise auf bis zu fünf Module erweitert werden. Damit will Infineon sein globales Produktionsnetz breiter aufstellen und Kunden weltweit flexibler bedienen.
Ausbau auf bis zu fünf Module
Für den neuen Standort sieht Infineon eine schrittweise Erweiterung auf bis zu fünf Module vor. Damit könnte Bangkok nach Unternehmensangaben zu einem der größten Backend-Fertigungsstandorte von Infineon werden. Der neue Standort ergänzt den laufenden Ausbau der eigenen Frontend-Fertigungskapazitäten.
In Bangkok übernimmt Infineon das gesamte Spektrum der Backend-Fertigung sowie Wafer-Tests. Reinräume sowie Kapazitäten für Montage und Tests gehören zur Fertigung in Bangkok, die mit einem hohen Automatisierungsgrad und einer digitalisierten Infrastruktur arbeitet. Produziert werden dort Halbleiterlösungen für Automotive, Industrie und Energieinfrastruktur.
Der Standort wird vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Zur Ausstattung gehören laut Mitteilung außerdem Systeme zur Wasseraufbereitung und Regenwassernutzung sowie Solarmodule zur Stromerzeugung vor Ort.
Breiteres Produktionsnetz für künftiges Wachstum
Mit der Fertigung in Thailand will Infineon sein weltweites Produktionsnetz weiter diversifizieren und von Südostasien aus Kunden weltweit bedienen. Das Unternehmen rechnet langfristig mit wachsender Halbleiternachfrage durch Digitalisierung, Elektrifizierung und Energiewende. Der Standort in Südostasien soll dafür zusätzliche Kapazitäten schaffen.
Die Investition soll nach Angaben von Infineon das wachsende Halbleiter-Ökosystem in Thailand stärken und die Ausbildung von Fachkräften fördern. Derzeit beschäftigt Infineon dort rund 350 Mitarbeiter. Mit dem Hochlauf des ersten Gebäudes soll die Zahl auf etwa 1.000 steigen.
Bei der Ausbildung und Entwicklung von Fachkräften arbeitet der Konzern mit Universitäten, Bildungseinrichtungen und Industriepartnern zusammen. Eröffnet wurde die neue Fertigung gemeinsam mit Thailands Premierminister Anutin Charnvirakul und Infineon-COO Alexander Gorski.




