CATL startet Testproduktion in neuer Batteriezellfabrik in Debrecen
CATL hat in seinem neuen Zellwerk im ungarischen Debrecen mit der Testproduktion begonnen. Die ersten beiden Produktionslinien sind seit dem 22. September in Betrieb. Nach vollständigem Ausbau soll der Standort mit einer Kapazität von 100 GWh zur größten Produktionsbasis des Batterieherstellers außerhalb Chinas werden.
Der chinesische Batteriehersteller CATL hat die Testproduktion in seinem neuen Zellwerk in Debrecen, Ungarn, aufgenommen. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung mitteilt, wurden zuvor alle erforderlichen Voraussetzungen und Genehmigungen für den Testbetrieb erfüllt.
Die Testproduktion dient dazu, die Produktionsanlagen und Fertigungsprozesse einzurichten, zu optimieren und zu validieren, bevor die Serienproduktion beginnt. Seit dem 22. September 2026 läuft der Testbetrieb auf den ersten beiden Produktionslinien der Zellfertigung.
CATL hatte den Bau seines zweiten europäischen Batteriewerks in Debrecen im August 2022 angekündigt. Mit dem Standort will das Unternehmen seine Integration in die europäische Automobil- und Elektromobilitätslieferkette stärken und europäische Fahrzeughersteller beliefern. Der Bau des ersten Zellgebäudes begann im Sommer 2023. Im Frühjahr 2026 war das Gebäude nach Unternehmensangaben mit der Produktionstechnologie ausgestattet.
Die Nutzungsgenehmigung für das Gebäude wurde im August 2026 erteilt. Vor deren Ausstellung führte die zuständige Behörde des Komitats Hajdú-Bihar regelmäßige Inspektionen am Standort durch. Hintergrund waren zuvor festgestellte Probleme, die bei Anwohnern Besorgnis ausgelöst hatten. Nach Angaben von CATL bestätigten die Behörden, dass die im Genehmigungsverfahren festgestellten Mängel behoben wurden.
In Debrecen produziert CATL bereits seit Herbst 2024 Batteriemodule. Bislang wurden dort nach Unternehmensangaben rund 537.000 Module gefertigt. Mit der neuen Zellproduktion soll der Standort künftig eine noch größere Rolle innerhalb des europäischen Produktionsnetzwerks übernehmen.
Nach vollständiger Fertigstellung aller Anlagen soll das Werk über eine Produktionskapazität von 100 GWh verfügen und damit zur größten Produktionsbasis von CATL außerhalb Chinas werden. Die Batterien aus Debrecen sollen unter anderem europäische Automobilhersteller beliefern, die in den vergangenen Jahren erhebliche Produktionskapazitäten für Elektrofahrzeuge in Ungarn aufgebaut haben.
Während des Testbetriebs will CATL nach eigenen Angaben insbesondere die Bereiche Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltauswirkungen überwachen. Die entsprechenden Ergebnisse sollen den zuständigen Behörden proaktiv vorgelegt werden.




