Applied Materials und Kioxia entwickeln gemeinsam neue Speichertechnologien
Der US-amerikanische Halbleiterausrüster Applied Materials und der japanische Speicherhersteller Kioxia wollen gemeinsam Speichertechnologien für höhere Dichte und Leistung entwickeln. Das geht aus einer Mitteilung von Applied Materials vom 29. September hervor. Kioxia steigt dafür als Innovationspartner in das neue EPIC-Forschungszentrum des Unternehmens im Silicon Valley ein. Dort wollen die Partner unter anderem an Speicherstrukturen, Chip-Stacking und Advanced Packaging für KI-Anwendungen arbeiten.
Neue Speicherarchitekturen und Materialien
Im EPIC Center sollen Entwicklungsteams beider Unternehmen direkt zusammenarbeiten. Dort wollen sie neue Speicherzellen und -strukturen sowie Architekturen für Multi-Chip-Stacking entwickeln. Auch neue Ansätze in der Materialtechnik sind Teil der gemeinsamen Entwicklungsarbeit.
Das Forschungszentrum soll Chiphersteller, Chipdesigner, Ausrüster und Hochschulen für gemeinsame Entwicklungsprojekte zusammenbringen. Kioxia beteiligt sich mit seiner Expertise bei Flash-Speichern und SSDs.
Schnellerer Transfer in die Fertigung
Neue Speichertechnologien sollen schneller den Schritt von der Entwicklung in die kommerzielle Fertigung schaffen. Applied Materials und Kioxia wollen dafür Innovationen bei Materialien und Prozesstechnologien vorantreiben. Damit reagieren die Partner auf die steigenden Anforderungen von KI-Systemen an Speicherdichte und Leistung.
Minori Kajimoto, General Manager of Advanced Memory Development bei Kioxia, erklärte: „Die Partnerschaft mit Applied Materials im EPIC Center schafft für uns ein besonderes Umfeld, um die schwierigsten Herausforderungen bei Speichern der nächsten Generation anzugehen. Indem führende Entwickler von Kioxia und Applied Materials Seite an Seite arbeiten, wollen wir die Kommerzialisierung von Innovationen bei Speicher- und Packaging-Technologien beschleunigen, die neue Integrations- und Leistungsniveaus für KI-Computing ermöglichen.“
Dr. Prabu Raja, President der Semiconductor Products Group bei Applied Materials, erklärte: „Speicher spielen eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung von KI. Eine höhere Speicherdichte bei gleichzeitig beherrschbaren Kosten und überschaubarer Komplexität erfordert Fortschritte bei Materialien, Anlagen und Prozesstechnologien.“
Für das EPIC Center plant Applied Materials Investitionen, die mit dem Start der Kundenprojekte schrittweise auf rund 5 Milliarden US-Dollar steigen sollen. Das Forschungszentrum soll noch in diesem Jahr betriebsbereit sein.




