Scanfil erhöht langfristiges Wachstumsziel auf 15 Prozent pro Jahr
Scanfil hebt sein langfristiges Umsatzziel an und strebt über den Geschäftszyklus hinweg ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 15 Prozent an. Zuvor lag das Ziel bei 10 Prozent. Gleichzeitig schafft sich der EMS-Dienstleister mehr finanziellen Spielraum für weitere Übernahmen.
Wie Scanfil in einer Pressemitteilung mitteilt, wurde das Ziel für das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA auf 1 bis 2 festgelegt. Zuvor galt eine Obergrenze von 1,5.
Die weiteren langfristigen Finanzziele des Unternehmens bleiben eine vergleichbare EBITA-Marge von 7 bis 8 Prozent sowie eine Dividende von etwa einem Drittel des Ergebnisses je Aktie.
Scanfil begründet die angehobenen Wachstumsziele sowohl mit dem organischen Wachstum als auch mit den in den vergangenen zwei Jahren abgeschlossenen Übernahmen in den USA, Italien und der Region Asien-Pazifik. Diese seien bei gleichzeitig gesunder Bilanz und stabiler Profitabilität umgesetzt worden.
„Unser Ziel ist es, ein aktiver Konsolidierer im High-Mix-Low-to-Mid-Volume-EMS-Markt zu sein und sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Akquisitionen Wert zu schaffen“, sagt CEO Christophe Sut.
Der weltweite EMS-Markt soll laut Scanfil bis 2030 jährlich um 5,6 Prozent wachsen. Das Unternehmen erwartet, dieses Wachstum organisch zu übertreffen. Als wichtige Wachstumstreiber sieht Scanfil seine vier zentralen Kundensegmente Aerospace & Defense, Energy & Cleantech, Industrial sowie Medtech & Life Science.
Nach Angaben des Unternehmens lagern Kunden ihre Fertigung zunehmend aus, um ihre Flexibilität zu erhöhen, den Kapitalbedarf zu reduzieren und widerstandsfähigere Lieferketten aufzubauen. Gleichzeitig sollen steigende Verteidigungsausgaben, die Energiewende und eine alternde Bevölkerung die Nachfrage in den jeweiligen Marktsegmenten unterstützen.
Die Prognose für 2026 bleibt unverändert. Scanfil erwartet einen Umsatz zwischen 940 Millionen und 1,06 Milliarden Euro sowie ein vergleichbares EBITA zwischen 64 und 78 Millionen Euro.




