SES baut neue Fabrik für Satellitentechnik in Luxemburg
Das luxemburgische Satellitenunternehmen SES baut in Luxemburg eine neue Fertigungsstätte für Satellitentechnik. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 24. September hervor. Auf 16.000 Quadratmetern sollen Kapazitäten für Entwicklung, Fertigung und Tests entstehen. Damit will SES die Entwicklung künftiger Satellitensysteme beschleunigen und sein geplantes MEO-Netz meoSphere sowie das europäische IRIS²-Programm voranbringen.
Satellitentechnik aus Kockelscheuer
In Kockelscheuer entsteht die neue SES-Anlage mit Kapazitäten für Engineering, Fertigung und umfangreiche Testverfahren. Büroflächen und weitere Infrastruktur ergänzen den Standort. SES verfügt bereits über eine Pilotlinie und eine F&E-Einrichtung, deren Aktivitäten mit dem Neubau erweitert werden sollen.
Die neue Anlage soll die Entwicklung von meoSphere, dem MEO-Netz von SES der nächsten Generation, voranbringen. Für das europäische Satellitenkommunikationsprogramm IRIS² sind dort die Entwicklung von Nutzlasten sowie Montage, Integration und Tests von Satelliten geplant.
Eigene Kapazitäten für schnellere Entwicklungszyklen
Mit der neuen Fabrik baut SES seine vertikale Integration aus und holt weitere Schritte bei Design, Entwicklung und Fertigung kritischer Satellitentechnik ins eigene Unternehmen.
Adel Al-Saleh, CEO von SES, sagte: „Unser Ziel ist es, ein Zentrum von Weltrang für die Entwicklung und Fertigung fortschrittlicher Raumfahrtsysteme sowie für erstklassige Ingenieursarbeit zu schaffen, das kürzere Entwicklungszyklen, mehr Innovation und eine effizientere Bereitstellung von Multi-Orbit-Lösungen der nächsten Generation für unsere Kunden ermöglicht.“
Der Standort ist Teil der Luxemburger Pläne für einen Space Campus. Dieser soll New-Space-Unternehmen anziehen und die industrielle Zusammenarbeit im Raumfahrtsektor fördern. Der Ausbau soll zudem Luxemburgs Attraktivität für hochqualifizierte Fachkräfte stärken und eine Plattform für weitere europäische und internationale Raumfahrtinnovationen schaffen.
Die Fabrik entsteht gemeinsam mit der CDCL Group und Poudrerie de Luxembourg (ParcLuxite) und soll 2028 eröffnen. Die Projektkosten sind laut SES durch den bestehenden CapEx-Rahmen des Unternehmens abgedeckt. Eine konkrete Investitionssumme nennt die Mitteilung nicht.



