Panasonic erweitert Technical Centre für Elektronikfertigung in Budapest
Der japanische Elektronikkonzern Panasonic hat sein Technical Centre für Elektronikfertigung in Budapest deutlich erweitert. Das geht aus einer Mitteilung von Panasonic Connect Europe vom 23. September hervor. Dafür hat das Unternehmen den Standort mit vier Schulungs- und Demonstrationsräumen sowie einer 860 Quadratmeter großen SMT-Fläche vergrößert. Künftig soll das Centre mehr Aufgaben bei Kundenschulungen, Engineering und Lifecycle-Support für Mittel- und Osteuropa übernehmen.
860 Quadratmeter für SMT-Demonstrationen
Panasonic vergrößert mit dem neuen Technical Centre seine Kapazitäten für Schulungen und SMT-Demonstrationen. Vier vollständig ausgestattete Räume sollen künftig mehr Trainings und technische Workshops aufnehmen. Die 860 Quadratmeter große Hallenfläche umfasst eine deutlich größere SMT-Demonstrationslinie. Dort setzt Panasonic auf Bestücktechnik der NPM-G-Serie, ASF-Feeder für das automatische Nachfüllen von Material und die APC-5M-KI-Software für vorausschauende Wartung.
Der Ausbau schafft zugleich mehr Raum für realitätsnahe Produktionsszenarien. Panasonic will dort komplette Fertigungsabläufe zeigen und über ein eigenes Materiallager sowie einen Musterraum kundenspezifische Konfigurationen aufbauen. Weitere Fläche hält das Unternehmen für spätere Floor-Automation-Lösungen frei. Das Technical Centre dient außerdem als Hub für Operations & Maintenance sowie Lifecycle-Support. Die Aufarbeitung von Köpfen und Feedern läuft dort bereits seit 2022.
Jérôme Clouet, Senior Product Manager bei Panasonic Connect Europe, erklärte: „Als die Nachfrage nach unseren Schulungsprogrammen, Demonstrationen und unserem Engineering-Support weiter wuchs, wurde deutlich, dass unser bisheriges Technical Centre nicht mehr den Platz bot, den unsere Kunden und Teams benötigten. Unsere neue Einrichtung in Budapest ermöglicht es uns, diese Aktivitäten deutlich auszubauen. Sie schafft eine wesentlich realistischere Demonstrationsumgebung, sodass Kunden komplette Produktionslösungen bewerten können, zugeschnitten auf ihre individuellen Fertigungsanforderungen.“
Budapest soll Kunden in Mittel- und Osteuropa näher betreuen
Panasonic reagiert mit dem Ausbau in Budapest auf die steigende Nachfrage nach Schulungen, Demonstrationen und Lifecycle-Support in Mittel- und Osteuropa. Besonders dynamisch ist die Region nach Unternehmensangaben in der Automobil- und Industrieelektronik sowie bei der Produktion von KI-Serverboards. Die Nähe zu Industriezentren in Tschechien und Rumänien war deshalb ein Faktor bei der Wahl des Standorts.
Budapest bringt zugleich ein ausgeprägtes technisches Umfeld mit. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sorgen für Nachwuchs in Engineering und Fertigung. Die mehrsprachige Belegschaft und die Infrastruktur sollen Panasonic dabei helfen, seine Aktivitäten für Kunden in der Region weiter auszubauen.
Mit dem Ausbau übernimmt Budapest die Rolle des bisherigen Schulungsstandorts in München. Dort waren die vorhandenen Kapazitäten nach Angaben von Panasonic ausgeschöpft. Das Customer Experience Centre in München bleibt als B2B-Showroom bestehen und bietet weiterhin Trainings für Factory-Solutions-Kunden an.



