DRAM-Modulumsatz steigt 2025 um 59 Prozent
Der weltweite Markt für DRAM-Module erzielte 2025 einen Umsatz von 21,2 Milliarden US-Dollar und wuchs damit laut TrendForce gegenüber dem Vorjahr um 59 Prozent. Damit beschleunigte sich das Wachstum deutlich gegenüber den sieben Prozent des Jahres 2024.
Das Jahr verlief dabei in zwei unterschiedlichen Phasen. In der ersten Jahreshälfte bauten Modulhersteller ihre Bestände an DDR4-Chips aus, um sich auf Zölle und die geplante Einstellung älterer Produktgenerationen durch Speicherhersteller vorzubereiten. Gleichzeitig belieferten sie PC-Hersteller und andere Unternehmen der Unterhaltungselektronik, die ihre Beschaffung aufgrund der erwarteten Zölle vorgezogen hatten.
In der zweiten Jahreshälfte erhöhten nordamerikanische und chinesische Cloud-Service-Anbieter ihre Bestellungen für Server-DRAM, um den wachsenden Bedarf durch agentenbasierte KI-Anwendungen zu decken. Dadurch standen weniger Kapazitäten für PC- und Consumer-Anwendungen zur Verfügung, was die Preise auf breiter Front steigen ließ. Laut TrendForce profitierten die meisten Modulhersteller im zweiten Halbjahr sowohl von höheren Absatzmengen als auch von steigenden Preisen.
Die Entwicklung beschleunigte zugleich den Generationswechsel bei DRAM. In der zweiten Jahreshälfte machten die Modulhersteller DDR5 zu ihrer wichtigsten Produktlinie. Gleichzeitig bauten sie ihre Aktivitäten in den Bereichen Industrie und Enterprise-Server aus, wo Kunden stärkere Preisschwankungen besser verkraften können.
Die Marktkonzentration blieb hoch. Die fünf größten Modulhersteller erzielten zusammen 77 Prozent des gesamten Umsatzes. Allein Kingston kam auf einen Marktanteil von 62 Prozent. Das Unternehmen hatte bereits 2024 und Anfang 2025 umfangreiche Lagerbestände aufgebaut und brachte diese bei steigenden Preisen verstärkt in den Vertrieb. Der Jahresumsatz von Kingston stieg dadurch um 48 Prozent.
Unter den weiteren führenden Anbietern verzeichnete Ramaxel mit einem Umsatzplus von 153 Prozent das stärkste Wachstum. Ausschlaggebend waren laut TrendForce unter anderem ausgeweitete RDIMM-Partnerschaften mit chinesischen DRAM-Herstellern und Cloud-Anbietern.
ADATA steigerte seinen Umsatz um 82 Prozent. Das Unternehmen profitierte dabei von kostengünstig aufgebauten Lagerbeständen aus dem vorherigen Marktzyklus, die bei zunehmender Verknappung des Angebots höhere Margen ermöglichten.
Der auf den Industriemarkt fokussierte Anbieter Innodisk verzeichnete ein Wachstum von 132 Prozent. Dabei trugen Edge-AI-Projekte einen zunehmenden Anteil zum Umsatz bei. Apacer legte um 96 Prozent zu, während Patriot Memory ein Wachstum von 89 Prozent erreichte.
Deutlich moderater fiel das Wachstum bei Kimtigo und AGI mit 20 beziehungsweise 26 Prozent aus. Beide Unternehmen konzentrieren sich vor allem auf den Consumer-Markt und den chinesischen Binnenmarkt, wo die positiven Preiseffekte weniger stark ausgeprägt waren.
2025 Global revenue ranking of DRAM module makers
| Rank | Company | Revenue (USD millions) | YoY change | Market Share |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Kingston Technology | 13,110 | 48% | 62% |
| 2 | ADATA Technology | 1,225 | 82% | 6% |
| 3 | Ramaxel | 811 | 153% | 4% |
| 4 | Kimtigo | 690 | 20% | 3% |
| 5 | Team Group | 466 | -5% | 2% |
| 6 | Patriot | 350 | 89% | 2% |
| 7 | Innodisk | 252 | 132% | 1% |
| 8 | Apacer Technology | 180 | 96% | 1% |
| 9 | AGI | 38 | 26% | 0.2% |
| Others | 4,095 | 76% | 19% | |
| Total revenue | 21,217 | 59% | 100% |





