Open Cosmos sichert sich 300 Millionen Euro für den Ausbau seiner Satellitenfertigung
Der europäische Satellitenhersteller Open Cosmos hat 300 Millionen Euro in einer Finanzierungsrunde eingeworben. Das geht aus einer Unternehmensmeldung vom 14. September hervor. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen mehr Satelliten fertigen und seine Infrastruktur für sichere Kommunikation und satellitengestützte Echtzeitinformationen ausbauen.
Ausbau von Fertigung und Satelliteninfrastruktur
Mit den neuen Mitteln will Open Cosmos seine Kapazitäten für die Serienfertigung von Satelliten erhöhen. Das Kapital fließt außerdem in den Ausbau von OpenConstellation, ConnectedCosmos und DataCosmos. OpenConstellation stellt gemeinsam nutzbare Satelliteninfrastruktur bereit, ConnectedCosmos übernimmt sichere Breitband- und IoT-Kommunikation zwischen Satelliten und Erde. DataCosmos verarbeitet Bild- und Sensordaten zu operativen Informationen.
Für die jüngst gestarteten Satelliten der nächsten OpenConstellation-Generation sieht Open Cosmos außerdem KI-Verarbeitung direkt an Bord und Kommunikationsverbindungen zwischen den einzelnen Raumfahrzeugen vor. Auch ConnectedCosmos soll mit der Finanzierung weiter ausgebaut werden.
Souveräne Satelliteninfrastruktur für Europa
Der Bedarf an sicherer Satellitenkommunikation und schneller verfügbaren Erdbeobachtungsdaten wächst. Mit der nächsten Generation von OpenConstellation will Open Cosmos die Bereitstellungszeit solcher Informationen von bislang bis zu 48 Stunden auf im besten Fall 30 Minuten verkürzen. KI-Verarbeitung an Bord und der direkte Datenaustausch zwischen Satelliten sollen Informationen deutlich schneller für den operativen Einsatz verfügbar machen.
Der Mitteilung zufolge investieren europäische Regierungen verstärkt in eigene Weltrauminfrastruktur, um ihre Abhängigkeit von außereuropäischen Systemen zu verringern. Open Cosmos reagiert darauf mit einem Ausbau seiner Fertigung und Dienste. Regierungen und Unternehmen sollen dadurch satellitengestützte Kommunikation und Erdbeobachtung nutzen können, ohne dafür eine vollständige eigene Infrastruktur aufzubauen.
Rafel Jordà Siquier, Gründer und CEO von Open Cosmos, sagte: „Weltrauminfrastruktur wird ähnlich wichtig wie Energie, digitale Netze und Verkehr. Regierungen und Unternehmen benötigen zunehmend sichere Kommunikation und operative Daten, die über widerstandsfähige Systeme bereitgestellt werden. Doch Infrastruktur allein reicht nicht aus. Der eigentliche Wert entsteht durch Informationen darüber, was auf der Erde in Echtzeit geschieht, und durch die globale Konnektivität, mit der diese Informationen bereitgestellt werden.“
Hinter der 300-Millionen-Euro-Finanzierung steht ein von europäischen Investoren angeführter Geldgeberkreis. Beteiligt sind Lightrock, ETF Partners, das Institut Català de Finances und Entrepreneurs First sowie zwei internationale Pensionsfonds. Zum Investorenkreis gehören außerdem Convex Group, der National Security Strategic Investment Fund, Phoenix Court und Claret Capital Partners.



