ESMC feiert Richtfest für neue Chipfabrik in Dresden
Der Bau der neuen ESMC-Chipfabrik in Dresden hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gut zwei Jahre nach Baubeginn ist der Rohbau abgeschlossen. In das Gemeinschaftsprojekt von TSMC, Bosch, Infineon und NXP fließen insgesamt rund zehn Milliarden Euro.
Die European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) hat Richtfest für ihre neue Halbleiterfabrik im Dresdner Norden gefeiert. Wie MDR Sachsen berichtet, soll die Produktion bereits im kommenden Jahr anlaufen. Rund 2.000 neue Arbeitsplätze sollen an dem Standort entstehen.
Hinter ESMC steht ein Gemeinschaftsunternehmen des taiwanischen Halbleiterherstellers TSMC mit Bosch, Infineon und NXP. TSMC hält 70 Prozent der Anteile, während die drei europäischen Partner jeweils mit zehn Prozent beteiligt sind. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund zehn Milliarden Euro, von denen fünf Milliarden Euro durch den Bund gefördert werden.
Mit dem Abschluss des Rohbaus kann nun der Innenausbau beginnen. Anschließend folgt die Installation der Fertigungsanlagen. Der Produktionsstart ist für 2027 vorgesehen.
In Dresden sollen künftig Halbleiter mit Strukturgrößen von bis zu 12 Nanometern produziert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf Chips für die Automobilindustrie. Damit entsteht zugleich der erste europäische Produktionsstandort von TSMC.
Das Milliardenprojekt stärkt den Halbleiterstandort Sachsen weiter. Die Region rund um Dresden, Freiberg und Chemnitz gilt mit dem Netzwerk Silicon Saxony als Europas größter Mikroelektronikstandort. Nach aktuellen Angaben umfasst das Ökosystem rund 3.600 Unternehmen mit mehr als 80.000 Beschäftigten. Bis 2040 soll die Zahl auf etwa 100.000 steigen.
Die neue ESMC-Fabrik ist dabei nur eines von mehreren großen Halbleiterprojekten in Dresden. Auch Infineon und GlobalFoundries bauen ihre Produktionskapazitäten in der Region aus. Für die Europäische Union sind solche Investitionen Teil der Strategie, die eigenen Halbleiterkapazitäten auszubauen und Europas Position in der globalen Chipindustrie zu stärken.




