SCHOTT eröffnet neues Kompetenzzentrum für Electronic Packaging in Landshut
Der Mainzer Spezialglashersteller SCHOTT hat in Landshut ein neues Kompetenzzentrum für seinen Geschäftsbereich Electronic Packaging eröffnet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 11. September hervor. An dem neuen Standort führt SCHOTT seine beiden bisherigen Landshuter Werke zusammen. Entwicklung, Produktion und Verwaltung arbeiten damit erstmals seit 25 Jahren wieder unter einem Dach. Der Neubau soll außerdem zusätzliche Kapazitäten für neue Technologien und weiteres Wachstum schaffen.
Ein Standort für Entwicklung und Fertigung
Mit der Eröffnung der ONE SCHOTT Factory schließt SCHOTT die Zusammenführung seiner beiden bisherigen Landshuter Werke zu einem gemeinsamen Kompetenzzentrum in Landshut West ab. Rund 550 Beschäftigte arbeiten an dem Standort, der zugleich die Zentrale des Geschäftsbereichs Electronic Packaging ist. SCHOTT entwickelt und fertigt dort nach Unternehmensangaben mehr als 1.000 verschiedene Hightech-Komponenten aus Glas und Metall zum Schutz empfindlicher Elektronik. Sie kommen unter anderem in der Halbleiterindustrie, der Medizintechnik sowie der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz. Auch Lösungen für Batterietechnik und künstliche Intelligenz entwickelt das Unternehmen in Landshut.
Für Heizung, Kühlung und Stromversorgung setzt SCHOTT im Neubau auf ein energieärmeres Gebäudekonzept. Die Wärme- und Kälteversorgung des Neubaus erfolgt über Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung. Eine Photovoltaikanlage mit 308 kWp gehört ebenfalls zum Energiekonzept. Der Primärenergiebedarf liegt laut Mitteilung bei 54,3 kWh/(m²·a), die Gebäudehülle entspricht dem KfW-55-Standard. Nach internen Berechnungen rechnet SCHOTT mit jährlich rund 460 Tonnen weniger energiebedingten CO₂-Emissionen als beim bisherigen Gebäude.
Mehr Tempo bei der Industrialisierung
Der neue Standort soll die Abstimmung zwischen Entwicklung und Produktion vereinfachen. SCHOTT erwartet dadurch effizientere Abläufe und will neue Lösungen schneller in die industrielle Fertigung überführen. Die zusätzlichen Produktionsflächen schaffen nach Unternehmensangaben außerdem Kapazitäten für weitere Technologien und eine Erweiterung des Geschäfts in Landshut.
Thomas Gassner, Leiter des SCHOTT-Standorts Landshut, erklärte: „Wir investieren nicht nur in ein neues Gebäude, sondern vor allem in die Zukunft unseres Standorts. Die Zusammenführung unserer Teams schafft optimale Voraussetzungen für Innovation, Zusammenarbeit und effiziente Prozesse. Damit stärken wir unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit und schaffen gleichzeitig ein modernes Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeitenden, das die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und den interdisziplinären Austausch fördert.“
SCHOTT investierte einen substanziellen Betrag im zweistelligen Millionenbereich in das Projekt. Der Spatenstich für das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude erfolgte im Dezember 2023; im September 2026 eröffnete das Unternehmen das Kompetenzzentrum offiziell.


