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HENSOLDT-Tiger
© HENSOLDT
Elektronikproduktion |

HENSOLDT erhält 15-Millionen-Euro-Auftrag für die Bundeswehr-Bodenstation Optarion

Der deutsche Sensorspezialist HENSOLDT hat von der Bundeswehr einen Entwicklungsauftrag über 15 Millionen Euro für die Bodenstation Optarion erhalten. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 9. September hervor. Die Plattform schafft eine digitale Schnittstelle zwischen Luftfahrzeugen und militärischen Führungsnetzen. Die Anbindung soll ohne Eingriffe in die bestehende Konfiguration der Luftfahrzeuge auskommen.

Digitale Schnittstelle für Tiger, NH90 und CH-53GA

Mit dem neuen Auftrag führt HENSOLDT die Entwicklung der Optarion-Bodenstation fort. Sie soll militärische Führungsinformationssysteme, darunter das Battle-Management-System der Bundeswehr, an die fliegenden Plattformen anbinden. Nach Angaben des Unternehmens dient Optarion Tiger, NH90 und CH-53GA als Bodenstation und bindet diese in den taktischen Informationsverbund der Streitkräfte ein. 

Zwei Versionen des Systems hatte HENSOLDT bereits im vergangenen Jahr freigegeben, darunter eine aktualisierte IT-Plattform für die Bundeswehr. Die jüngste Ausführung ist für die Tiger-Konfigurationen Bootes und MR3+ vorgesehen. Sie soll laut Mitteilung deren Einsatzspektrum und Interoperabilität erweitern und zugleich einen weiteren Schritt zur Einsatzreife markieren. 

Weniger Anpassungsaufwand für bestehende Luftfahrzeuge

Über den Software-Defined-Defence-Ansatz sollen auch bereits eingeführte Luftfahrzeuge am vernetzten Informationsverbund teilnehmen können, ohne dass ihre Konfiguration dafür angepasst werden muss. Das soll Aufwand und Kosten senken und den Streitkräften mehr operative Flexibilität verschaffen. Mit dem neuen Entwicklungsauftrag will HENSOLDT diese Fähigkeit für Heer und Luftwaffe sowie für internationale Nutzer weiter ausbauen. 

Auch außerhalb der Bundeswehr hat HENSOLDT die aktuelle Optarion-Version bereits ausgeliefert. Der Empfänger ist ein nicht genannter NATO-Kunde, der eine internationale Konfiguration als Mission Planning Ground Station erhielt. Ende 2025 fiel für denselben Kunden laut Mitteilung die Entscheidung über einen Folgeauftrag für die Bodenstation. 

Alex Irmscher, Programmleiter Bodenstationen bei HENSOLDT, sagte: „Mit der EUA Optarion binden wir bestehende wie neue Plattformen ohne Änderung am Luftfahrzeug in den digitalen Führungsverbund ein. Der neue Vertrag erlaubt uns, diese Fähigkeit konsequent weiterzuentwickeln. Für Heer, Luftwaffe und unsere internationalen Nutzer.“


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