Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
handshake-l
© dreamstime.com
Elektronikproduktion |

Elmet vereinbart Übernahme der Wolfram- und Molybdänfertigung von ams OSRAM in Schwabmünchen

Der US-Anbieter für Präzisionskomponenten und Hochenergiesysteme The Elmet Group will über seine neu gegründete deutsche Tochter Vermögenswerte der Wolfram- und Molybdänfertigung von ams OSRAM in Schwabmünchen erwerben. Das geht aus einer Mitteilung von Elmet vom 8. September hervor. Für den Konzern wäre Schwabmünchen die erste Fertigungsbasis für Refraktärmetalle in der Europäischen Union. Elmet will damit europäische Kunden künftig aus einer eigenen Produktion vor Ort beliefern und seine Präsenz im europäischen Markt ausbauen.

Integrierte Fertigung auf 26.800 Quadratmetern

Mit der vereinbarten Übernahme sichert sich Elmet eine seit 1961 bestehende, vollständig integrierte Wolfram- und Molybdänfertigung in Europa. Am Standort Schwabmünchen deckt die Produktion auf rund 26.800 Quadratmetern sämtliche Schritte von der Pulverherstellung über Pressen und Sintern bis zur Umformung und Endbearbeitung ab. Ein eigenes Materiallabor führt chemische und physikalische Analysen durch. Das Portfolio umfasst mehr als 3.500 Produkte, vom Metallpulver bis zum bearbeiteten Bauteil.

Nach Abschluss der Transaktion will Elmet die bestehende Standortleitung und das Betriebsteam weiterbeschäftigen sowie in Belegschaft und Anlagen investieren. Das Unternehmen plant, Kapazität und Qualitätssysteme auszubauen und den Vertrieb zu stärken. Das Materialspektrum soll um die Molybdänlegierung TZM und Wolfram-Schwermetalllegierungen wachsen. Dafür kündigt Elmet Investitionen in Infrastruktur und Anlagen in Schwabmünchen an.

Europäische Bezugsquelle für Wolfram und Molybdän

Elmet will mit Schwabmünchen eine europäische Produktionsbasis für Wolfram- und Molybdänprodukte schaffen und Kunden in der Region direkter beliefern. Der Standort gewinnt damit besonders für Branchen an Bedeutung, die auf spezifikationsgenaue Refraktärmetalle angewiesen sind. Dazu gehört die Halbleiterindustrie mit Anwendungen in der EUV-Lithografie, in MOCVD-Prozessen und in thermischer Prozesshardware. Die Europäische Union stuft Wolfram als kritischen Rohstoff ein; nach Einschätzung von Elmet stehen in Europa bislang nur begrenzte Verarbeitungskapazitäten zur Verfügung.

Peter V. Anania, CEO und Chairman of the Board von The Elmet Group, erklärte: „Wir erwarten, dass die Übernahme unsere vertikal integrierte Wolfram- und Molybdänplattform nach Europa ausweitet und uns dort eine Produktionsbasis für die direkte Belieferung von Kunden verschafft. Damit wollen wir eines unserer zentralen Ziele nach dem Börsengang erreichen: unsere Präsenz in Europa ausbauen. Das ist ein natürlicher nächster Schritt in unserer langfristigen Wachstumsstrategie. Mit einer lokalen Präsenz können wir die Bedürfnisse europäischer und britischer Kunden unserer Einschätzung nach schneller und zuverlässiger erfüllen.“

Bis zum Vollzug will Elmet ams OSRAM, die ausgegliederte Gesellschaft und bestehende externe Kunden weiter beliefern. Mit dem Abschluss der Transaktion rechnet das Unternehmen im ersten Quartal 2027, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und des Abschlusses der erforderlichen Übergangsarbeiten für den eigenständigen Betrieb des Standorts.


Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
© 2026 Evertiq AB 2026.09.08 19:25 V31.14.2-1
Anzeige
Anzeige