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Quantum-Foundry-Copenhagen
© Quantum Foundry Copenhagen
Elektronikproduktion |

Quantum Foundry Copenhagen plant 5.300-Quadratmeter-Fab für Quantenchips

Der dänische Spezialist für Quantenchip-Fertigung Quantum Foundry Copenhagen plant mit der Novo Nordisk Foundation eine 5.300 Quadratmeter große Fertigungsanlage für Quantenchips in Kopenhagen. Das geht aus einer Mitteilung der Stiftung vom 4. September hervor. In der Fab sollen Quantenchips künftig vom Quantenmaterial bis zum Packaging an einem Standort entstehen. Quantum Foundry Copenhagen will dort ab 2027 Fertigungstechnik für neue Quantenchips entwickeln und skalieren sowie Wafer für Anbieter aus aller Welt fertigen.

Quantenchip-Fertigung mit Nanofabrikation und Packaging

Die neue Anlage soll mehrere zentrale Schritte der Quantenchip-Fertigung an einem Standort vereinen. Nach Angaben der Stiftung entstehen dort Labore für die Nanofabrikation von Quantenmaterialien, Charakterisierung und Tests. Quantum Foundry Copenhagen will die Chips am selben Standort montieren und verpacken. 

Die geplante Skalierung setzt auf Fertigungsverfahren, die Quantum Foundry Copenhagen bereits für Quantenmaterialien und Bauelemente nutzt. Mit Ultrahochvakuum-Techniken und Bottom-up-Verfahren strebt das Unternehmen hohe Reinheit und atomare Präzision an. Eigene Werkzeuge, Materialien und Prozesse entwickelt der 2023 gegründete Anbieter bereits heute. Die neue Fab soll diese Arbeit in größere Produktionsmaßstäbe überführen und kommerzielle Waferfertigung für Quantenanbieter aus aller Welt aufnehmen.

Mehr europäische Fertigung für Quantenhardware

Europa verfügt nach Angaben der Stiftung über eine starke Quantenforschung, muss wissenschaftliche Fortschritte aber stärker in industrielle Produktion überführen. Quantum Foundry Copenhagen will mit der neuen Fab zusätzliche Fertigungskapazitäten schaffen und Europas Position bei Quantenhardware stärken. Damit greift das Vorhaben laut Mitteilung Ziele der Quantum-Europe-Strategie, des angekündigten Quantum-Act und des European-Chips-Act auf.

Peter Krogstrup, CEO von Quantum Foundry Copenhagen, erklärte: „Unsere Vision ist es, zu einem weltweit führenden Hersteller von Quantenchips zu werden, Europa mit fortschrittlichen Quantenprozessoren der nächsten Generation zu versorgen und Quantenunternehmen dabei zu unterstützen, ihre Produktion zu skalieren. Wir wollen hochmoderne Quantenproduktionslinien aufbauen und eine nachhaltige Deep-Tech-Industrie unterstützen, die die Zukunft der Quantentechnologie mitgestalten kann.“

Für die Erforschung und Entwicklung von Quantentechnologien hat die Novo Nordisk Foundation bislang mehr als 2,9 Milliarden dänische Kronen (rund 390 Millionen Euro) zugesagt. Zu diesem Engagement gehört das Quantum Computing Programme am Niels-Bohr-Institut der Universität Kopenhagen, das noch vor dem Jahr 2034 Dänemarks ersten voll funktionsfähigen fehlertoleranten Quantencomputer entwickeln will. Quantum Foundry Copenhagen gehört ebenfalls der Stiftung und will mit dem Programm eng zusammenarbeiten. Die neue Fab soll im Jahr 2027 eröffnen.


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