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Analysen |

DRAM-Umsatz steigt im zweiten Quartal um 59,5 Prozent

Der weltweite Umsatz der DRAM-Industrie ist im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 59,5 Prozent auf knapp 154,73 Milliarden US-Dollar gestiegen. Grund dafür waren deutliche Preiserhöhungen und die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Servern. Gleichzeitig kann das Angebot laut TrendForce weiterhin nicht mit dem Nachfragewachstum Schritt halten.

Die wachsende Nachfrage nach KI-Servern, angetrieben durch das Training großer Sprachmodelle, KI-Inferenz und die zunehmende Verbreitung agentenbasierter KI-Anwendungen, sorgte laut einer Pressemitteilung von TrendForce für höhere Auslieferungen von HBM3e, LPDDR5X und RDIMMs mit hoher Kapazität. Auf der Angebotsseite wurden zusätzliche Kapazitäten vor allem für Serveranwendungen reserviert. Dadurch stiegen die ausgelieferten DRAM-Bitmengen im zweiten Quartal nur moderat.

Samsung verzeichnete unter den drei größten Anbietern das stärkste Wachstum der ausgelieferten Bitmengen gegenüber dem Vorquartal. Unterstützt wurde die Entwicklung durch den frühen Einstieg in die HBM4-Serienproduktion. Zusammen mit deutlich gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreisen erhöhte sich der Umsatz im zweiten Quartal um 63,4 Prozent auf 60,98 Milliarden US-Dollar. Damit erreichte Samsung einen Marktanteil von 39,4 Prozent.

SK Hynix belegte mit einem Umsatz von 38,59 Milliarden US-Dollar den zweiten Platz, was einem Plus von 37,9 Prozent entspricht. HBM machte unter den drei führenden Herstellern bei SK Hynix den größten Anteil der ausgelieferten Bitmengen aus, wodurch das Wachstum der durchschnittlichen Verkaufspreise begrenzt wurde. Der Marktanteil sank leicht auf 24,9 Prozent.

Micron konzentrierte sich weiterhin auf höherpreisige Server-DRAM-Produkte. Der Umsatz stieg um 65,5 Prozent auf 36 Milliarden US-Dollar, während sich der Marktanteil leicht auf 23,3 Prozent erhöhte.

Auch kleinere Anbieter profitierten von der Marktentwicklung. Deutliche Preissteigerungen bei DDR4 und DDR3 ließen den Umsatz von Nanya um 68,3 Prozent auf 2,61 Milliarden US-Dollar steigen. Winbond erzielte ein Plus von 75,8 Prozent auf 998 Millionen US-Dollar. Diese Hersteller profitieren laut TrendForce von einer Nachfrage, die von den großen Anbietern aufgrund ihres Umstiegs auf fortschrittlichere Fertigungsprozesse nicht mehr vollständig bedient werden kann.

Für das dritte Quartal erwartet TrendForce eine Abschwächung des Preisanstiegs. Die Vertragspreise für konventionelle DRAM-Produkte sollen gegenüber dem Vorquartal voraussichtlich noch um 13 bis 18 Prozent zulegen.

Umsatzranking der DRAM-Anbieter im zweiten Quartal 2026

RangUnternehmen

Umsatz Q2 2026 (Mio. USD)

Umsatz Q1 2026 (Mio. USD)

QoQ

Marktanteil Q2 2026

Marktanteil Q1 2026

1Samsung

60.981

37.323

63,4 %

39,4 %

38,5 %

2SK hynix

38.590

27.982

37,9 %

24,9 %

28,8 %

3Micron

36.000

21.750

65,5 %

23,3 %

22,4 %

4CXMT

14.624

7.339

99,3 %

9,5 %

7,6 %

5Nanya

2.612

1.552

68,3 %

1,7 %

1,6 %

6Winbond

998

568

75,8 %

0,6 %

0,6 %

7PSMC

115

43

167,8 %

0,07 %

0,04 %

Sonstige

808

444

82,0 %

0,5 %

0,5 %

Gesamt 

154.726

97.000

59,5 %

100 %

100 %


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