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© Sivers Semiconductors
Elektronikproduktion |

Sivers investiert 30 Millionen US-Dollar in Photonik-Produktion für KI-Rechenzentren

Sivers Semiconductors investiert 30 Millionen US-Dollar in den Ausbau seiner Indiumphosphid-Produktion im schottischen Glasgow. Die Kapazität soll auf mehr als 100 Millionen Laser pro Jahr steigen und damit der wachsenden Nachfrage aus KI-Rechenzentren und optischen Netzwerken Rechnung tragen.

Sivers Semiconductors will seine europäische Photonik-Produktion deutlich ausbauen. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung investiert das Unternehmen 30 Millionen US-Dollar in seine Produktionsstätte für Indiumphosphid (InP) in Glasgow. Hintergrund ist die erwartete steigende Nachfrage von Kunden aus den Bereichen KI-Rechenzentren und optische Netzwerke.

Nach Abschluss des Ausbaus soll die Anlage jährlich mehr als 100 Millionen CW-DFB-Laser produzieren können. Gleichzeitig sollen neue Prozessmöglichkeiten, ein höherer Automatisierungsgrad und mehr Flexibilität in der Fertigung geschaffen werden. Der Ausbau soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen und im vierten Quartal 2027 betriebsbereit sein.

Die Investition ist zugleich Teil einer Neuausrichtung der Fertigungsstrategie. Sivers will sich von seinem bisherigen Fab-Lite-Modell zu einer hybriden Fertigungsstrategie entwickeln. Dabei sollen größere eigene Produktionskapazitäten mit externen Foundry-, Packaging- und Fertigungspartnern kombiniert werden.

„Der derzeitige Ausbau der KI-Infrastruktur schafft eine beispiellose Nachfrage entlang der gesamten optischen Lieferkette“, sagt Vickram Vathulya, President und CEO von Sivers Semiconductors.

Mit dem Aufbau immer größerer KI-Cluster durch Hyperscaler und dem Übergang zu schnelleren Netzwerkarchitekturen steigt nach Einschätzung des Unternehmens die Nachfrage nach leistungsfähigen optischen Verbindungstechnologien. InP-basierte Laser und optische Halbleiterverstärker sollen dabei eine wichtige Rolle für schnelle und energieeffiziente Verbindungen in KI-Systemen spielen.

Die Investition spiegele zudem eine zunehmende Kundennachfrage bei Anwendungen für KI-Rechenzentren und fortschrittliche optische Verbindungen wider. Sivers will mit dem Ausbau sicherstellen, dass ausreichend Fertigungskapazitäten vorhanden sind, wenn entsprechende Kundenprojekte in die Serienproduktion übergehen.

Die erweiterte Produktion in Glasgow soll durch bestehende Foundry-, Packaging- und Fertigungspartner in Asien ergänzt werden. Mit diesem hybriden Modell will Sivers seine Produktion skalierbarer gestalten, die geografische Flexibilität erhöhen und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette stärken.


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