SK Hynix prüft Milliardeninvestition in Speicherchip-Werk in Japan
Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix prüft Japan als Standort für ein neues Speicherchip-Werk. Darüber berichtete Reuters am 21. August unter Berufung auf die südkoreanische Zeitung Hankyoreh. Im Gespräch ist ein Standort in der nordjapanischen Präfektur Miyagi. Dort könnte SK Hynix mehrere zehn Billionen Won (mindestens rund 12 Milliarden Euro) investieren. Eine Entscheidung über den Standort ist bislang nicht gefallen.
Miyagi als möglicher Standort für neue Speicherchip-Fertigung
SK Hynix will seine Produktionskapazitäten angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Speicherchips erweitern und prüft dafür laut Reuters einen Standort in Miyagi. Die Präfektur im Nordosten Japans gehört zu den von Japan ausgewiesenen Zentren der Halbleiterindustrie. SK-Group-Chef Chey Tae-won soll das Gebiet dem Bericht zufolge vor Kurzem besucht haben. In einer am selben Tag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Mitteilung bestätigte SK Hynix zumindest grundsätzlich, zusätzliche Produktionsstandorte zu prüfen.
Ein Werk in Japan würde dem Konzern weitere Fertigungskapazitäten für sein Speichergeschäft verschaffen. Zugleich hätte das Vorhaben industriepolitische Bedeutung: Sollte SK Hynix die Investition umsetzen, wäre es laut Hankyoreh die erste groß angelegte Investition eines südkoreanischen Chipherstellers in die Halbleiterproduktion in Japan.
Ob das Werk tatsächlich kommt, ist noch offen. SK Hynix hat Japan bislang nicht offiziell als Standort bestätigt.

