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Elektronikproduktion |

Siemens investiert über 200 Millionen US-Dollar in US-Fertigung für KI-Infrastruktur

Siemens baut seine Produktionskapazitäten in den USA mit zwei neuen Werken in Georgia und Texas aus. Die Investitionen von mehr als 200 Millionen US-Dollar sollen die wachsende Nachfrage nach elektrischer Infrastruktur für KI-Rechenzentren bedienen und mehr als 1.500 neue Arbeitsplätze schaffen.

Der deutsche Technologiekonzern Siemens wird mehr als 200 Millionen US-Dollar in zwei neue Produktionsstätten in Pendergrass, Georgia, und Grand Prairie, Texas, investieren. Damit will das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten für die kritische elektrische Infrastruktur ausbauen, die für den Betrieb von KI-Rechenzentren benötigt wird.

Im Zuge der Investitionen sollen in den USA mehr als 1.500 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Projekte sind Teil einer umfassenderen globalen Strategie zum Kapazitätsausbau. Bereits im Juli hatte Siemens Investitionen von rund 300 Millionen Euro in seine deutschen Werke angekündigt, um auf das Wachstum im Bereich KI und Rechenzentren zu reagieren.

Die neuen US-Werke sollen elektrische Ausrüstung für KI-Rechenzentren produzieren. Dazu gehören Systeme für die Verteilung, Überwachung und Steuerung der Stromversorgung in komplexen und energieintensiven Rechenzentrumsumgebungen. Die Lösungen sollen es Betreibern ermöglichen, ihre Kapazitäten auszubauen, flexibel auf Lastschwankungen zu reagieren und gleichzeitig Energie und technische Ausrüstung effizienter einzusetzen.

Die steigende Nachfrage zeigt sich laut Siemens bereits in den Geschäftszahlen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete das Unternehmen in seinem Rechenzentrumsgeschäft ein dreistelliges Auftragswachstum. Der Auftragseingang erreichte rund 6 Milliarden Euro.

„Wer heute ein Rechenzentrum plant oder betreibt, steht vor einer klaren Herausforderung: schneller skalieren, zuverlässig arbeiten und jedes Watt sinnvoll nutzen“, sagte Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. Siemens sei entlang der KI-Wertschöpfungskette vom Chipdesign über die Rechenzentrumsinfrastruktur bis hin zu elektrischen Systemen und intelligenten Netzen vertreten.

Neben dem Ausbau der Fertigung setzt Siemens auf ein Portfolio aus Energieverteilung, Automatisierung, digitalen Zwillingen, Electronic Design Automation (EDA) und industrieller KI. Das Unternehmen will damit sowohl die physische Infrastruktur für KI bereitstellen als auch KI-Technologien in industrielle Anwendungen und Betriebsprozesse integrieren.

„Die KI-Revolution kann ihr volles Potenzial nur entfalten, wenn die zugrunde liegende Infrastruktur effizient, widerstandsfähig und vertrauenswürdig für die Anwender ist, denen sie dient“, sagte Peter Körte, Mitglied des Vorstands und CEO von Siemens Smart Infrastructure. Siemens wolle Kunden dabei unterstützen, KI-fähige Rechenzentren effizienter zu gestalten und diese mit dem gesamten Energiesystem zu verbinden – von Stromverteilung und Gebäudetechnik bis hin zu Netzsoftware sowie Last- und Energiemanagement.


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