SK hynix investiert 54 Billionen Won in neue Fabriken für KI-Speicher
Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK hynix investiert rund 54 Billionen Won (circa 33 Milliarden Euro) in zwei neue Halbleiterfabriken in Yongin und Cheongju. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 7. August hervor. Mit dem Ausbau will SK hynix seine Produktionskapazitäten für DRAM- und NAND-Speicher erweitern. Der Konzern will damit laut Mitteilung den langfristig wachsenden Speicherbedarf durch KI-Anwendungen auffangen.
Neue Fabs in Yongin und Cheongju
Mit 35,2 Billionen Won (circa 21,5 Milliarden Euro) fließt der größte Teil der Investition in eine neue Y2-Fab im Yongin Semiconductor Cluster. Der Bau der Anlage mit einer Gesamtgeschossfläche von rund 1,13 Millionen Quadratmetern soll im Juli 2027 starten. Für Juni 2029 ist die Eröffnung des ersten Reinraums vorgesehen, in dem SK hynix High Bandwidth Memory und weitere DRAM-Speicher der nächsten Generation fertigen will. Zum Vorhaben gehören außerdem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie zusätzliche Versorgungsinfrastruktur.
Mit Y2 setzt SK hynix den Ausbau des Yongin Semiconductor Cluster fort. Die bereits im Bau befindliche Y1-Fab soll im Februar 2027 ihren ersten Reinraum eröffnen, insgesamt sind dort vier Fabriken bis 2033 vorgesehen.
Ein weiterer Teil der Investitionen fließt nach Cheongju. Für die dort geplante M17-Fab stellt SK hynix 19,1 Billionen Won (circa 11,7 Milliarden Euro) bereit. Die Bauarbeiten sollen im Februar 2027 starten, der erste Reinraum im Dezember 2028 öffnen. In der M17-Fab will SK hynix künftig NAND-Speicher produzieren.
KI treibt Bedarf an DRAM und NAND
Hinter dem milliardenschweren Ausbau steht die Erwartung, dass der Speicherbedarf durch KI-Anwendungen über Jahre hinweg kräftig wächst. Das Marktforschungsunternehmen Omdia rechnet für DRAM und NAND zwischen 2025 und 2030 jeweils mit einem durchschnittlichen jährlichen Nachfrageplus von 19 Prozent. Speicher entwickelt sich aus Sicht von SK hynix damit zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für die Leistungsfähigkeit von KI-Systemen.
Besonders deutlich zeigt sich der zusätzliche Bedarf nach Unternehmensangaben bereits bei NAND-Speichern. Bei Enterprise-SSDs steigt die Nachfrage mit dem Ausbau von KI-Diensten, auch der Bedarf an KV-Cache-Speicher für KI-Inferenz nimmt zu. Auf diese Entwicklung will der Konzern seine neuen Produktionsstätten schrittweise abstimmen: Reinraumflächen sollen nach und nach erweitert und Fertigungsanlagen entsprechend der tatsächlichen Kundennachfrage installiert werden.
Ein Sprecher von SK hynix erklärte: „Diese Investition ist eine Entscheidung, um Chancen entsprechend der Wachstumsgeschwindigkeit des Marktes zu nutzen. Indem wir frühzeitig Produktionskapazitäten sichern, wollen wir uns als wichtiger Partner für KI-Infrastruktur etablieren und zur Stabilität der globalen Lieferkette für KI-Halbleiter beitragen.“


