Siemens investiert über 200 Millionen Dollar in neue US-Werke für KI-Infrastruktur
Der deutsche Technologiekonzern Siemens investiert mehr als 200 Millionen US-Dollar in zwei neue US-Werke zur Fertigung elektrischer Systeme für KI-Rechenzentren. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 7. August hervor. Die Standorte in Georgia und Texas sollen die Fertigungskapazitäten für elektrische Rechenzentrumsinfrastruktur erweitern. Siemens reagiert damit auf das kräftige Wachstum seines Rechenzentrumsgeschäfts.
Neue Werke in Georgia und Texas schaffen mehr als 1.500 Arbeitsplätze
Die Produktionsstätten entstehen laut Mitteilung in Pendergrass im US-Bundesstaat Georgia und in Grand Prairie, Texas. Die beiden Standorte sollen die Produktion elektrischer Systeme für Rechenzentren ausweiten. Siemens will dort Technik für die Stromverteilung sowie für die Überwachung und Steuerung der Versorgung herstellen. Damit sollen Betreiber ihre Rechenzentrumskapazitäten erweitern und flexibler auf Lastschwankungen reagieren können. Nach Unternehmensangaben sollen Energie und technische Ausstattung dadurch außerdem effizienter genutzt werden. Mit den beiden Werken sollen mehr als 1.500 neue Arbeitsplätze entstehen.
Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, sagte: „Wer heute ein Rechenzentrum plant oder betreibt, steht vor einer klaren Herausforderung: schneller skalieren, zuverlässig arbeiten und jedes Watt sinnvoll nutzen. […] Wir sind entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette präsent – vom Chipdesign über die Rechenzentrumsinfrastruktur bis hin zu den elektrischen Systemen und intelligenten Netzen, die leistungsstarke Rechenprozesse antreiben.“
Auftragseingang im Rechenzentrumsgeschäft wächst dreistellig
Mit der Investition reagiert Siemens auf den steigenden Bedarf an Infrastruktur für KI und Rechenzentren. Wie stark die Nachfrage bereits gestiegen ist, zeigen die jüngsten Geschäftszahlen. Die Nachfrage im Rechenzentrumsgeschäft zog in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres kräftig an: Siemens verzeichnete bei den Aufträgen einen Zuwachs im dreistelligen Prozentbereich. Ihr Wert lag nach Unternehmensangaben bei rund sechs Milliarden Euro.
Mit dem Ausbau in den USA setzt Siemens seine Investitionen in zusätzliche Fertigungskapazitäten fort. Bereits im Juli hatte der Konzern rund 300 Millionen Euro für seine deutschen Werke angekündigt.


