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Elektronikproduktion |

Intel Foundry zertifiziert Keysight-Software für Prozesstechnologien 14A und 18A-P

Der US-amerikanische EDA- und Messtechnikanbieter Keysight hat für seine elektromagnetische Simulationssoftware RFPro die Zertifizierung für Intel 14A und Intel 18A-P erhalten. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 30. Juli hervor. Entwickler von Hochfrequenz- und Mixed-Signal-Chips sollen ihre Entwürfe damit bereits vor dem Tape-out unter den Bedingungen der neuen Fertigungsprozesse prüfen können. Keysight will so das Risiko kostspieliger Überarbeitungen senken und den Einsatz neuer Prozessknoten erleichtern.

Validierte Simulationen für neue Intel-Prozesse

RFPro gehört zum Advanced Design System von Keysight und dient dazu, elektromagnetische Effekte in integrierten Schaltungen zu simulieren. Die Zertifizierung bestätigt, dass die verwendeten Modelle auf Intel 14A und Intel 18A-P abgestimmt sind. Bereits zuvor unterstützte Keysight den Prozess Intel 18A sowie die Packaging-Technologie EMIB-T. Entwicklungsteams sollen dadurch über mehrere Prozess- und Gehäusegenerationen hinweg mit vergleichbaren Designabläufen arbeiten können.

Intel Foundry entwickelt seine Roadmap von 18A über 18A-P bis hin zu 14A weiter. Mit 14A sollen unter anderem die Transistorarchitektur RibbonFET 2 und das Stromversorgungskonzept PowerDirect eingeführt werden. Die zertifizierten Simulationswerkzeuge richten sich vor allem an RFICs und Mixed-Signal-Schaltungen für Anwendungen wie künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechnen und Mobilgeräte.

Mit fortschrittlicheren Prozessknoten wächst zugleich der Druck, kostspielige Entwicklungsfehler frühzeitig zu erkennen. Weichen elektromagnetische Simulation und tatsächliches Schaltkreisverhalten voneinander ab, zeigt sich das nach Angaben von Keysight mitunter erst nach dem Tape-out. Dann kann ein weiterer Design- und Fertigungsdurchlauf erforderlich werden. Für die Halbleiterbranche wächst deshalb der Bedarf an Werkzeugen, die neue Fertigungsprozesse bereits in einer frühen Entwicklungsphase möglichst genau abbilden. So lassen sich Leistungsprobleme früher erkennen und Ziele bei Stromverbrauch, Leistung und Effizienz besser erreichen.

Shawn Han, Senior Vice President und General Manager des Bereichs Foundry Services bei Intel, sagte: „Da unsere Kunden bestrebt sind, den Anforderungen der nächsten Generation mit differenzierten Lösungen gerecht zu werden, ist die Intel Foundry davon überzeugt, dass eine planbare Umsetzung unserer fortschrittlichen Prozess- und Gehäuse-Technologien ihre Innovation beschleunigen wird. Durch die enge Zusammenarbeit mit Ökosystempartnern wie Keysight bei der Zertifizierung erstklassiger Lösungen geben wir unseren Kunden mehr Sicherheit, dass sie ihre Ziele in Bezug auf Stromverbrauch, Leistung und Effizienz erreichen und ihre Produkte schneller auf den Markt bringen können.“

Niels Faché, Senior Vice President bei Keysight Design Engineering Software, erklärte: „Entwicklungsteams können nicht warten, bis ein neuer Prozessknoten ausgereift ist, bevor sie ihren Simulationsergebnissen vertrauen. Diese Zertifizierung bedeutet, dass Entwickler die neuesten Technologien der Intel Foundry frühzeitig einsetzen und den Chip gleich beim ersten Mal richtig hinbekommen können.“


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