SCHMID liefert Anlagen für KI-Serverplatinen im Wert von 37 Millionen Euro nach China
Der deutsche Anlagenbauer SCHMID hat von einem führenden chinesischen Kunden einen Folgeauftrag über mehr als 37 Millionen Euro erhalten. Das teilte das Unternehmen am 7. Juli mit. Mit den Anlagen will der Kunde die nächste Ausbaustufe seiner mSAP-Fertigung umsetzen. Die zusätzlichen Kapazitäten sind für KI-Serverplatinen und Plattformen für optische Module vorgesehen, die in modernen Rechenzentren zum Einsatz kommen.
Feinere Strukturen für komplexe Serverplatinen
Im Mittelpunkt des Auftrags steht die nächste Ausbaustufe der mSAP-Fertigung bei dem chinesischen Kunden. SCHMID liefert dafür erneut Nassprozessanlagen der Reihen InfinityLine H+ und InfinityLine V+. Die Technik soll feinere Leiterbahnen und geringere Abstände zwischen den Strukturen ermöglichen und dadurch die Verdrahtungsdichte erhöhen. Nach Unternehmensangaben verbessern die Verfahren außerdem die elektrischen Eigenschaften der Platinen – eine wichtige Voraussetzung für die zuverlässige Signalübertragung in KI-Servern und optischen Modulen.
Hohe Ausbeute für die Serienfertigung
Mit den steigenden Anforderungen an immer feinere Leiterstrukturen wächst zugleich der Druck auf eine zuverlässige Serienfertigung. Hersteller von KI-Serverplatinen und optischen Modulen benötigen Anlagen, die auch bei hohen Stückzahlen stabile Prozesse und eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten. Nach Unternehmensangaben erzielen Kunden mit der SCHMID-Technik eine Produktionsausbeute von 99 Prozent. Den Ausbau von KI-Infrastrukturen, Hochgeschwindigkeitsnetzen und optischer Kommunikation sieht SCHMID daher als wichtigen Treiber für weitere Investitionen in HDI- und mSAP-Kapazitäten.
Roland Rettenmeier, Chief Sales Officer der SCHMID Group, sagte: „Bei kritischen Anwendungen wie KI-Serverplatinen und optischen Modulen können Hersteller bei Produktionsausbeute, Stabilität oder Anlagenverfügbarkeit keine Kompromisse eingehen. Rückmeldungen unserer Kunden bestätigen, dass unsere Anlagen konstant eine hervorragende Produktionsausbeute von 99 Prozent erreichen – ein entscheidender Vorteil bei Anwendungen, bei denen höchste Präzision erforderlich ist.“
SCHMID hatte bereits 2025 Anlagen für die erste Ausbaustufe des chinesischen Kunden geliefert; im ersten Halbjahr 2026 belief sich der Auftragseingang des Unternehmens. Mit dem Folgeauftrag steigt der Wert seit Jahresbeginn auf insgesamt 81,7 Millionen Euro. Zum Zeitpunkt der Mitteilung prüfte SCHMID deshalb eine Anhebung seiner Prognose für 2026.



