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New-Factory-Tocksfors-Sweden
© Hanza
Elektronikproduktion |

HANZA übernimmt fünf Fortaco-Werke und stärkt europäische Fertigung

Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens hat der schwedische Auftragsfertiger HANZA eine Vereinbarung zur Übernahme von fünf Produktionsstandorten des Vertragsfertigers Fortaco unterzeichnet. Die Werke befinden sich in Finnland, Estland und Polen und sollen den Jahresumsatz von HANZA um rund 1,9 Milliarden SEK (ca. 170 Millionen Euro) erhöhen. Mit der Akquisition treibt das Unternehmen die Umsetzung seiner Wachstumsstrategie „HANZA 2028“ voran.

Die Transaktion umfasst Produktionsstandorte für Schwermechanik und komplexe Montage mit insgesamt rund 1.300 Mitarbeitern. Fortaco behält sein Geschäft mit Fahrzeugkabinen, das vor Abschluss der Transaktion aus den zu übernehmenden Aktivitäten ausgegliedert wird.

Der Kaufpreis basiert auf einem Enterprise Value von 144 Millionen Euro, was einem EV/EBITA-Multiple von rund 8 auf Basis des bereinigten EBITA der vergangenen zwölf Monate bis Mai 2026 entspricht. Zusätzlich wurde eine erfolgsabhängige Earn-out-Komponente vereinbart. Der Gesamtkaufpreis kann maximal 200 Millionen Euro betragen. Die Finanzierung erfolgt aus vorhandenen Barmitteln und bestehenden Kreditlinien. Der Abschluss der Übernahme wird für das vierte Quartal 2026 erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

Mit der Übernahme erweitert HANZA seine Kompetenzen in den Bereichen Schwermechanik, Zerspanung, Schweißen, komplexe Montage und Testsysteme. Gleichzeitig stärkt das Unternehmen seine bestehenden Fertigungscluster in Finnland, Estland und Polen und schafft zusätzliche Kapazitäten für Kunden aus Branchen wie Verteidigung, Bergbau, Landtechnik, Materialhandling und Off-Highway-Fahrzeuge.

Wir tätigen keine Übernahmen, um größer zu werden, sondern um besser zu werden“, sagte Erik Stenfors, CEO von HANZA. Die Bereiche Schwermechanik und komplexe Montage seien langfristige Wachstumsfelder, in denen Kunden regionale Fertigungskapazitäten, hohe Liefersicherheit und die Montage immer größerer und komplexerer Systeme benötigten. Die Akquisition stärke daher die europäische Fertigungsplattform des Unternehmens und ermögliche widerstandsfähigere, regionale Lieferketten.

Nach der Integration sollen die übernommenen Aktivitäten zunächst eine EBITA-Marge von rund 9 % erzielen und sich ab dem Abschluss positiv auf das Ergebnis je Aktie auswirken. Zudem erwartet HANZA, dass die Übernahme die Erreichung der Ziele der HANZA-2028-Strategie unterstützt. Diese sieht einen Jahresumsatz von mindestens 14 Milliarden SEK sowie eine EBITA-Marge von mindestens 9 % vor.


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