Deutschland startet weitere IPCEI-Projekte zur Stärkung europäischer Schlüsseltechnologien
Die Bundesregierung hat den Start weiterer Projekte im Rahmen der Important Projects of Common European Interest (IPCEI) bekannt gegeben. Ziel ist es, gemeinsam mit europäischen Partnern die technologische Souveränität Europas zu stärken und Investitionen in strategisch wichtige Zukunftstechnologien voranzutreiben. Die neuen Vorhaben sollen Innovationen beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie langfristig sichern.
IPCEI-Projekte ermöglichen es den EU-Mitgliedstaaten, besonders innovative und grenzüberschreitende Industrievorhaben mit staatlichen Beihilfen zu fördern. Die Projekte konzentrieren sich auf Schlüsseltechnologien, die für die wirtschaftliche und technologische Unabhängigkeit Europas von zentraler Bedeutung sind. Dazu gehören unter anderem Halbleiter, Batterien, Wasserstofftechnologien sowie Cloud- und digitale Infrastrukturen.
Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums sollen die neuen Projekte Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus mehreren europäischen Ländern zusammenbringen. Neben der Entwicklung neuer Technologien steht dabei auch der Aufbau resilienter Wertschöpfungsketten im Fokus. Die Vorhaben sollen dazu beitragen, Abhängigkeiten von außereuropäischen Lieferanten zu reduzieren und gleichzeitig Innovationen schneller in die industrielle Anwendung zu überführen.
Die Bundesregierung sieht IPCEI als wichtiges Instrument der europäischen Industriepolitik. Durch die enge Zusammenarbeit von Industrie, Forschung und öffentlichen Einrichtungen sollen Innovationen entstehen, deren Ergebnisse auch anderen Unternehmen und Branchen zugutekommen. Ein wesentliches Merkmal der Programme sind sogenannte Spill-over-Effekte, die die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten europäischen Technologiestandorts stärken sollen.
Mit den neuen Projekten setzt Deutschland seine Beteiligung an den europäischen IPCEI-Initiativen fort. Bereits in den vergangenen Jahren wurden unter anderem Projekte in den Bereichen Mikroelektronik, Batterietechnologien, Wasserstoff und Cloud-Infrastrukturen gestartet.



