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Elektronikproduktion |

APEM und Alps Alpine Europe bündeln Kräfte für die Entwicklung integrierter Industrie-HMIs

Der französische HMI-Spezialist APEM SAS und das Münchner Elektronikunternehmen Alps Alpine Europe GmbH wollen künftig gemeinsam integrierte industrielle Human-Machine-Interface-Systeme entwickeln. Das geht aus einer Mitteilung der Unternehmen vom 2. Juli hervor. Mit der Partnerschaft reagieren die Unternehmen auf steigende Anforderungen an Konnektivität, Automatisierung, Elektrifizierung und Bedienergonomie in industriellen Anwendungen. Die Lösungen sollen Industrie-OEMs helfen, robuste Bedienkonzepte mit mehr Vernetzung und funktionaler Integration umzusetzen.

Integrierte Bedienlösungen für Industrie-OEMs

Die Partner wollen HMI-Systeme für Armlehnen, Cockpits, Dashboards, Deichselköpfe und modulare Bedienpanels stärker auf integrierte Funktionen ausrichten. Sensorik, Konnektivität und digitale Dienste sollen direkt in die Bedienhardware einfließen. Die Partnerschaft adressiert zunächst Anwendungen im Material-Handling. Dort erhöhen E-Commerce, Lagerautomatisierung und Last-Mile-Logistik den Bedarf an Bedienlösungen für vernetzte und automatisierte Ausrüstung. 

Perspektivisch sollen die HMI-Lösungen auch in Off-Highway-Fahrzeugen, Industriemaschinen und weiteren Segmenten zum Einsatz kommen, in denen Ergonomie, Konnektivität und robuste Auslegung stärker zusammenrücken. Ein gemeinsames Team aus beiden Unternehmen soll Kundenanforderungen aufnehmen, neue Projektansätze ausarbeiten und HMI-Plattformen bis zum industriellen Start begleiten.

APEM gehört zur IDEC-Gruppe und kommt aus dem Geschäft mit robusten Industrie-HMIs. Das Unternehmen soll die Zusammenarbeit mit Erfahrung aus industriellen HMI-Anwendungen und Kundennähe in anspruchsvollen Industriemärkten stützen. Alps Alpine Europe ist im Automotive-Engineering zu Hause und verfügt laut Mitteilung über Know-how in Elektronik-Hardware, Software, automatisierter Produktion und Industrialisierung in großen Stückzahlen. Die Fertigungsstandorte von Alps Alpine in Europa sollen kurze und belastbare Lieferketten ermöglichen. Über ein gemeinsames Joint Venture in Japan arbeiten beide Unternehmen bereits zusammen.

Sascha Kunzmann, CEO der Alps Alpine Europe GmbH, erklärte: „Durch die sehr enge Zusammenarbeit können APEM und Alps Alpine Europe ihre Kompetenzen gezielt zusammenführen, um Kunden wirksamer dabei zu unterstützen, ihre Vorstellungen für künftige Konzepte mit einem deutlich höheren Maß an funktionaler Integration umzusetzen – ohne Abstriche bei Robustheit und Qualität.“

Weniger Schnittstellen bei komplexen HMI-Programmen

Die Zusammenarbeit setzt an einem Problem vieler Industrie-OEMs an: Bedienlösungen müssen mehr Funktionen aufnehmen, ohne an Robustheit oder Skalierbarkeit zu verlieren. Mit jeder zusätzlichen Funktion wächst der Abstimmungsaufwand zwischen Entwicklung, Elektronik, Software, Fertigung und Zulieferern. APEM und Alps Alpine Europe wollen diese Komplexität reduzieren, indem Kunden für integrierte HMI-Programme einen zentralen Ansprechpartner erhalten und technische Anforderungen früher in einem gemeinsamen Systemansatz zusammenlaufen.

Marc Enjalbert, CEO von APEM SAS, sagte: „Industriekunden suchen zunehmend nach HMI-Lösungen, die Zuverlässigkeit, erweiterte Funktionalität und Skalierbarkeit verbinden.“


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