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Kingboard-Laminate
© CCI Eurolam
Elektronikproduktion |

Kingboard verkauft Beteiligung an Tochterunternehmen zur Erweiterung der PCB-Kapazitäten

Kingboard Holdings hat einen Anteil von 4,92 Prozent an seiner Tochtergesellschaft Kingboard Laminates Holdings verkauft und dabei Nettoerlöse von rund 11,8 Milliarden Hongkong-Dollar (etwa 1,4 Milliarden Euro) erzielt. Das Kapital soll in den Ausbau der Leiterplattenfertigung sowie in Kapazitäten für Multilayer- und HDI-Leiterplatten investiert werden.

Citigroup und Merrill Lynch begleiteten die Transaktion als gemeinsame Platzierungsagenten. Verkauft wurden 155 Millionen Aktien zu einem Preis von 76 Hongkong-Dollar je Aktie. Dies entspricht einem Abschlag von 11,5 Prozent auf den vorherigen Schlusskurs, liegt jedoch über den durchschnittlichen Kursen der vergangenen Handelsperiode. Die Transaktion wurde am 22. Juni abgeschlossen.

Durch den Verkauf sinkt der Anteil von Kingboard an Kingboard Laminates von rund 66,62 Prozent auf 61,70 Prozent. Die Tochtergesellschaft bleibt jedoch weiterhin Teil des konsolidierten Konzerns.

Nach Angaben des Unternehmens sollen die Erlöse in den Ausbau des PCB-Geschäfts fließen. Geplant sind Investitionen in die Produktion von Multilayer- und HDI-Leiterplatten, die Erweiterung der Fertigungskapazitäten zur Deckung der steigenden Marktnachfrage sowie zusätzliche Mittel für Forschung und Entwicklung und den Schuldenabbau.

„Diese Investitionen werden gemeinsam unseren Wettbewerbsvorteil stärken und unsere Position als weltweit anerkannter, vertikal integrierter Anbieter elektronischer Materialien weiter festigen“, erklärte das Unternehmen.

Kingboard Laminates zählt zu den weltweit größten Herstellern von kupferkaschierten Laminaten (Copper Clad Laminates, CCL). Dieses Materialsegment steht 2026 unter erheblichem Druck, da die durch Künstliche Intelligenz getriebene Nachfrage nach modernen Leiterplattenkapazitäten das Angebot übersteigt. Nach Angaben von Reuters stiegen die Preise für Leiterplatten zu Beginn des Jahres innerhalb eines Monats um bis zu 40 Prozent. Branchenbeobachter sprechen inzwischen von einem strukturellen Wandel und nicht mehr von einer vorübergehenden Marktstörung.


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