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© Infineon
Elektronikproduktion |

Infineon eröffnet 5-Milliarden-Euro-Smart-Power-Fab in Dresden

Infineon Technologies hat seine neue Smart Power Fab in Dresden eröffnet. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die weltweit größte Halbleiterfabrik für Leistungshalbleiter sowie Analog- und Mixed-Signal-Technologien.

Die Investition in Höhe von fünf Milliarden Euro wurde mehrere Monate früher als ursprünglich geplant abgeschlossen. Unterstützt wurde das Projekt mit rund einer Milliarde Euro an öffentlichen Fördermitteln im Rahmen des EU Chips Act und des IPCEI-Programms ME/CT.

Der Bau der Fabrik begann im Mai 2023. In der neuen Produktionsstätte werden auf 300-Millimeter-Wafern Leistungshalbleiter sowie Analog- und Mixed-Signal-Chips für Anwendungen in KI-Rechenzentren, Elektrofahrzeugen, erneuerbaren Energien und industriellen Systemen gefertigt. Bei voller Auslastung sollen bis zu 1.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Zudem könnte die Fabrik jährlich einen Umsatz von bis zu fünf Milliarden Euro generieren.

Die Eröffnung gilt als wichtiges Signal für die Halbleiterstrategie Deutschlands und Europas.

„Wir eröffnen unser neues Werk genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon Technologies. „Unsere Smart Power Fab schafft dringend benötigte Fertigungskapazitäten für Schlüsseltechnologien der Zukunft – von der Energieversorgung für KI-Rechenzentren über softwaredefinierte Fahrzeuge bis hin zu erneuerbaren Energien. Infineon leistet damit einen wichtigen Beitrag, um die globale KI-Revolution zu ermöglichen und Lieferketten in kritischen Industrien zu sichern.“

Die Smart Power Fab setzt auf einen hohen Grad an Digitalisierung, wodurch sich die Produktionsgeschwindigkeit je nach Nachfrage im Vergleich zu früher verdoppeln soll. Gebäude und Maschinenlayout wurden mithilfe eines digitalen Zwillings geplant und optimiert. KI-Algorithmen unterstützen zudem die Inbetriebnahme der Anlagen. Durch die Vernetzung mit dem Infineon-Standort im österreichischen Villach als „One Virtual Fab“ lassen sich Produktionsprozesse und Produktqualifizierungen deutlich schneller durchführen.


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