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Elektronikproduktion |

Samsung und SK Hynix treiben Südkoreas 576-Milliarden-USD-Offensive mit vier neuen Chipfabriken an

Die südkoreanischen Speicherchiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix wollen im Rahmen einer neuen Chip- und KI-Offensive je zwei Halbleiterwerke im Südwesten Südkoreas errichten. Davon berichtete Reuters am 29. Juni unter Berufung auf Angaben der südkoreanischen Regierung und der beteiligten Unternehmen. Für die neuen Fertigungsstandorte sind Investitionen von 800 Billionen Won vorgesehen, umgerechnet rund 518,3 Milliarden US-Dollar. Seoul will damit die Produktion von Speicherchips für KI-Anwendungen ausbauen und Industrieprojekte stärker außerhalb der Hauptstadtregion verankern.

518 Milliarden US-Dollar für neue Fertigungskapazitäten

Mit den neuen Fabs soll Südkorea seine Speicherproduktion deutlich ausweiten. Samsung Electronics und SK Hynix planen nach Angaben von Industrieminister Kim Jung-kwan je zwei neue Fertigungsstandorte im Südwesten des Landes. Samsung will seinen neuen Chip-Cluster in Gwangju errichten, bei SK Hynix sind Standortwahl und Infrastruktur laut Reuters noch offen. Die Stadt Gwangju und die Provinz Süd-Jeolla wollen laut Reuters 5 bis 20 Billionen Won in die Projekte einbringen. Für einen Packaging-Cluster in der Region Chungcheong nahe Seoul sind 81 Billionen Won vorgesehen.

HBM-Nachfrage treibt Südkoreas Halbleiterstrategie

Hinter dem Ausbau steht laut Reuters die hohe Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen. Samsung Electronics und SK Hynix gehören zu den wichtigsten Anbietern von High-Bandwidth-Memory und stützen damit Südkoreas starke Position in der Lieferkette für KI-Beschleuniger und Rechenzentrumsinfrastruktur. Die Regierung will die DRAM-Produktion des Landes innerhalb von fünf Jahren verdoppeln. Dafür soll der Bau weiterer Fabs in der Hauptstadtregion bis zur Mitte der 2030er-Jahre vorgezogen werden. 

Lee Jae Myung sagte in einer Fernsehansprache: „Wir müssen die Kernelemente der KI schneller sichern als jedes andere Land.“

Die neuen Standorte sollen die Konzentration auf bestehende Halbleiterzentren rund um Yongin und Pyeongtaek verringern. Lee verwies laut Reuters darauf, dass diese Standorte bereits an Grenzen gestoßen seien. Für KI-Rechenzentren strebt Südkorea Investitionen von 550 Billionen Won bis 2029 und mehr als 1.000 Billionen Won bis 2035 an.


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