Siemens erhält Servicevertrag für 61 batteriebetriebene Züge
Siemens Mobility hat gemeinsam mit Rock Rail und dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) einen langfristigen Servicevertrag für 61 batterieelektrische Mireo Plus B-Züge abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren und soll einen zuverlässigen und nachhaltigen Regionalverkehr im Netz Nordwestfalen sicherstellen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Full-Service-Vertrag für die Wartung der 61 batterieelektrischen Triebzüge. Siemens Mobility übernimmt dabei die vollständige Instandhaltung der Flotte und will mit seinem Railigent X Betriebs- und Wartungskonzept eine Verfügbarkeit von nahezu 100 Prozent gewährleisten.
Die modernen Mireo Plus B-Züge sollen ab Dezember 2029 im Netz Nordwestfalen in Betrieb gehen. Ziel ist es, einen besonders zuverlässigen, effizienten und nachhaltigen Bahnbetrieb zu ermöglichen.
„Langfristige Serviceverträge sind ein entscheidender Faktor für einen zuverlässigen und nachhaltigen Schienenverkehr“, sagte Elmar Zeiler, CEO Customer Service bei Siemens Mobility. „Mit unserem Full-Service-Ansatz übernehmen wir die komplette Wartung der Mireo Plus B-Flotte im Netz Nordwestfalen und gewährleisten damit über viele Jahre hinweg eine nahezu unterbrechungsfreie Verfügbarkeit.“
Rock Rail sieht in dem Projekt einen weiteren Meilenstein seiner Aktivitäten in Deutschland. „Der Financial Close für das NWL-Projekt markiert einen wichtigen Schritt für Rock Rail und unterstreicht die Dynamik unseres Geschäfts in Deutschland“, sagte Mike Kean, Chief Operating Officer von Rock Rail. „Das Projekt zeigt, wie innovative Finanzierungsmodelle, Spezialwissen im Bereich Schienenfahrzeuge und langfristiges privates Kapital dazu beitragen können, sauberere und effizientere Mobilitätslösungen bereitzustellen.“
Die Mireo Plus B-Züge sind batterieelektrische Triebzüge (BEMU), die ihre Energie auf elektrifizierten Streckenabschnitten aus der Oberleitung beziehen und nicht elektrifizierte Strecken emissionsfrei mit Batteriestrom zurücklegen. Intelligente Energiemanagementsysteme und die Rückgewinnung von Bremsenergie sollen dabei für einen hohen Wirkungsgrad und niedrige Betriebskosten sorgen.
„Ein attraktiver Schienenverkehr braucht mehr als moderne Züge. Für uns ist entscheidend, dass die Fahrgäste im Netz Nordwestfalen auch künftig von einem zuverlässigen und effizienten Angebot profitieren“, sagte Christiane Auffermann, Geschäftsführerin des Nahverkehrs Westfalen-Lippe. „Mit unserem langfristigen Servicekonzept schaffen wir dafür die Voraussetzungen.“





