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Elektronikproduktion |

Bis zu 100.000 Jobs betroffen: VW prüft Schließung von vier Werken

Der deutsche Autobauer Volkswagen prüft laut Insidern die Schließung von vier deutschen Werken und den Abbau von bis zu 100.000 Stellen. Davon berichtete Reuters am 26. Juni unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auf der Liste stehen demnach Hannover, Zwickau, Emden und der Audi-Standort Neckarsulm. Allein dort wären mehr als 45.000 Arbeitsplätze betroffen.

Vier Werke und weitere Einschnitte im Gespräch

Nach Reuters-Informationen wurden Mitglieder des VW-Aufsichtsrats bereits über die Pläne informiert. Beraten werden soll darüber demnach bei einer Sitzung am 9. Juli. Die möglichen Werksschließungen und zusätzlichen Einschnitte kämen zu den bereits geplanten 50.000 Stellenstreichungen hinzu. Mit einem Abbau von bis zu 100.000 Jobs und vier betroffenen Montagewerken wäre es laut Reuters die größte Restrukturierung in der Geschichte der Autoindustrie.

Zuerst hatte das Manager Magazin über den möglichen Umbau berichtet. Demnach soll Volkswagen seine Investitionen in den kommenden fünf Jahren um rund 15 Prozent auf gut 130 Milliarden Euro senken. Auch eine Abspaltung der Kernmarke VW und des Teilegeschäfts in eigene Einheiten steht laut dem Bericht zur Debatte. 

Ein VW-Sprecher sagte Reuters: „Der gesamte Konzern einschließlich seiner Marken und Tochtergesellschaften muss einen weitreichenden Wandel durchlaufen.“

Druck durch China, Zölle und schwache Nachfrage

Volkswagen steht laut Reuters im wichtigen China-Geschäft stärker unter Druck. Nicht-chinesische Hersteller kamen dort laut AlixPartners 2025 nur noch auf 32 Prozent Marktanteil, nach 57 Prozent im Jahr 2020. Volkswagen verlor 2024 den Spitzenplatz an BYD und fiel 2025 hinter BYD und Geely auf Rang drei zurück. Zugleich belasten US-Zölle auf Autoimporte und eine schwächere Nachfrage in Europa das Geschäft.

Widerstand gegen einen derart tiefen Einschnitt formiere sich bereits, so der Bericht weiter. Betriebsrat und IG Metall erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme gegenüber Reuters: 

„Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um sie zu verhindern.“ 

Auch das Land Niedersachsen, nach Reuters zweitgrößter VW-Aktionär, will einem solchen Plan nicht zustimmen. Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte Volkswagen weltweit 667.164 Menschen, davon knapp 43 Prozent in Deutschland.

 


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