Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Bionic_Maschine
© Fusion Bionic
Elektronikproduktion |

8,2 Millionen Euro für Laseroberflächen: Fusion Bionic sichert Mittel für Schritt in die Industrie

Das Dresdner Lasertechnik-Start-up Fusion Bionic erhält 8,2 Millionen Euro für die Industrialisierung funktionaler Laseroberflächen. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 29. Juni hervor. Die Mittel stammen aus einer Seed-Finanzierungsrunde und zwei industriellen Großprojekten. Fusion Bionic will damit den Ausbau vom Technologieanbieter zum Entwickler industrieller Maschinenlösungen beschleunigen.

DLIP-Technologie soll in Maschinenlösungen wachsen

Mit den Mitteln will Fusion Bionic seine Technologie stärker auf industrielle Anlagen ausrichten. Das Verfahren basiert auf DLIP, kurz für ‚Direct Laser Interference Patterning‘. Dabei werden Mikro- und Nanostrukturen direkt in Materialoberflächen eingebracht. Künftig will das Unternehmen dafür Maschinenlösungen anbieten, die Prozessinfrastruktur und Inline-Qualitätssicherung abdecken. Mit Kunden in Asien entwickelt Fusion Bionic nach eigenen Angaben bereits Anwendungen für Consumer Electronics. Für den weiteren Marktausbau in Asien arbeitet das Unternehmen mit dem japanischen Partner MOL Solutions Inc. zusammen.

Für Photovoltaik-Anwendungen plant Fusion Bionic konkrete Schritte in Richtung Industrialisierung. Das Unternehmen will eine Pilotlinie für die laserbasierte Anti-Soiling-Bearbeitung von Solarglas aufbauen. Parallel soll die Entwicklung von Anti-Glare-Oberflächen für Photovoltaik-Anwendungen beginnen. Ziel sind Glasoberflächen, die Verschmutzung reduzieren, weniger blenden und die Lichtdurchlässigkeit erhöhen.

Dr. Tim Kunze, CEO von Fusion Bionic, sagte: „Für uns ist das ein wichtiger Schritt in Richtung industrieller Massenmärkte. Mit dem Investment schaffen wir die Grundlage, unsere Technologie konsequent in Anwendungen wie Halbleitertechnologien und großflächige Photovoltaik zu überführen. Funktionale Laseroberflächen gewinnen weltweit an Bedeutung – und wir wollen diese Entwicklung mit unserer Technologie entscheidend mitgestalten.“

Funktionale Oberflächen für Solar, Halbleiter und Elektronik

Fusion Bionic adressiert mit seiner Technologie Oberflächen, die zusätzliche Funktionen direkt über ihre Struktur erhalten. Dazu zählen etwa selbstreinigende, reibungsärmere oder lichtoptimierte Eigenschaften. Solche Eigenschaften entstehen bislang häufig durch Beschichtungen oder nasschemische Prozesse. Die Lasertechnik soll diese Schritte reduzieren und zugleich für großflächige Anwendungen in der Serienproduktion geeignet sein.

Die Technologie zielt nach Angaben des Unternehmens auf Branchen mit hohen Anforderungen an funktionale Oberflächen. Dazu zählen Glas, Halbleiter, Photovoltaik, Automotive und Consumer Electronics. Der Mitteilung zufolge sollen die Laserstrukturen technische Eigenschaften direkt in der Oberfläche erzeugen, etwa für Mikrochips, Solarglas oder Produkte mit optisch und mechanisch angepassten Materialflächen.

Den größten Finanzierungsbaustein hat sich Fusion Bionic über eine Seed-Runde gesichert. Sie bringt 5,8 Millionen Euro ein; beteiligt sind Stream Capital, der TGFS-Technologiegründerfonds Sachsen, die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen und die Sächsische Beteiligungsgesellschaft. Die übrigen 2,4 Millionen Euro sollen aus zwei industriellen Großprojekten kommen.


Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
© 2026 Evertiq AB 2026.06.11 09:39 V31.10.3-2
Anzeige
Anzeige