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Lenzurg_Switzerland
© Hitachi
Elektronikproduktion |

Hitachi Energy baut Standort für Leistungshalbleiter in Lenzburg aus

Der Netztechnikanbieter Hitachi Energy hat mit dem Bau eines neuen Gebäudes zur Erweiterung seiner Leistungshalbleiter-Fertigung am Schweizer Standort Lenzburg begonnen. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 24. Juni mit. Der Neubau soll Büro- und Logistikfunktionen bündeln und dadurch bestehende Flächen für die Produktion freimachen. Hitachi Energy reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Leistungshalbleitern und Leistungselektronik aus Energieversorgung, Industrie, Rechenzentren und Verkehr.

Neubau macht bestehende Flächen für Fertigung frei

Nach der Fertigstellung soll das Gebäude knapp 200 Arbeitsplätze aufnehmen. Besprechungsräume und moderne Arbeitsbereiche sollen den Büroteil ergänzen. Der Kundensupport erhält einen eigenen Bereich. Die IT-Dienste am Standort sollen ebenfalls ausgebaut werden. Für den Materialfluss sieht Hitachi Energy automatisierte Lagertechnik und Spezialräume vor, die höhere Fertigungsdurchsätze unterstützen sollen.

Die Bürobereiche sollen zwischen 2026 und 2027 entstehen. Die Arbeiten an den Logistikflächen laufen nach Unternehmensangaben bis 2028.

Rainer Kaesmaier, Managing Director of Semiconductors bei Hitachi Energy, sagte: „Dieser Spatenstich ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Halbleiterpräsenz und zum gezielten sowie nachhaltigen Ausbau unserer Produktionskapazität. Die Investition zeigt unser langfristiges Engagement für die Schweiz als wichtigen Standort für die Leistungshalbleiterfertigung und schafft zugleich ein modernes und attraktives Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeitenden und Partner.“

Milliardenprogramm für mehr Leistungshalbleiter-Kapazität

Der Spatenstich in Lenzburg ist Teil eines globalen Investitionsprogramms, mit dem Hitachi Energy seine Fertigungskapazitäten erhöhen will. Weltweit stellt das Unternehmen 9 Milliarden US-Dollar für zusätzliche Fertigung bereit. Ein Teil der Mittel soll in Forschung und Entwicklung sowie Digitalisierung fließen. Mit dem Ausbau will das Unternehmen insgesamt 15.000 neue Stellen schaffen. KI-gestützte Prozesse sollen nach Unternehmensangaben helfen, die Effizienz zu erhöhen.

Leistungshalbleiter gewinnen an Bedeutung, da Stromnetze höhere Lasten aufnehmen und Energieflüsse präziser gesteuert werden müssen. Für Hitachi Energy entsteht dadurch Bedarf bei Energieversorgern, Industrieunternehmen, Rechenzentren und Verkehrsanwendungen. Der Ausbau in Lenzburg soll dazu beitragen, die Nachfrage nach Bauelementen für HVDC-Übertragung, Netzstabilisierung, erneuerbare Energien und Speicher zu bedienen.


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