Premier kündigt Halbleiterfabrik in Niederschlesien und Autofabrik in Schlesien an
Die polnische Regierung führt fortgeschrittene Gespräche mit dem taiwanischen Technologiekonzern Foxconn über neue Investitionen in Polen. Nach Angaben von Premierminister Donald Tusk sollen die Pläne den Bau einer Halbleiterfabrik in Niederschlesien sowie einer Automobilfabrik im schlesischen Jaworzno umfassen. Das Unternehmen ElectroMobility Poland soll dort künftig bis zu 400.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren.
Bereits im Mai hatten ElectroMobility Poland und Foxconn Gespräche über die Errichtung eines Produktions-, Forschungs- und Entwicklungszentrums in Jaworzno aufgenommen. An diesem Standort sollen künftig sowohl die Entwicklung als auch die Produktion von Elektrofahrzeugen in Polen stattfinden. Die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
„Gemeinsam mit unseren taiwanischen Partnern werden wir als ElectroMobility Poland einen großen Hub in Jaworzno aufbauen, der in das gesamte industrielle und technologische Ökosystem der Region integriert wird. Produziert werden sollen voraussichtlich drei mittelgroße SUV-Modelle“, sagte Donald Tusk.
Der Premierminister erklärte zudem, dass Polen im Rahmen der Zusammenarbeit die exklusiven Vertriebsrechte für die produzierten Fahrzeuge auf dem europäischen Markt erhalten soll. Nach den aktuellen Planungen soll das Werk eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 400.000 Fahrzeugen erreichen. Die Serienproduktion und das erste Fahrzeug aus dem Werk werden für das Jahr 2029 erwartet.
Neben dem Automobilprojekt kündigte Tusk auch den Aufbau einer Halbleiterfabrik in Niederschlesien gemeinsam mit Foxconn an. Die Gespräche mit dem taiwanischen Partner befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium und sollen voraussichtlich im Herbst abgeschlossen werden.
„Mit Foxconn arbeiten wir ebenfalls an einer Halbleiterfabrik und befinden uns in der Endphase eines komplexen Verfahrens. Sie erinnern sich, dass sich ein großes US-Unternehmen nach jahrelangen Planungen aus dem Projekt zurückgezogen hatte. Wir haben Gespräche mit neuen Partnern aufgenommen, die an diesem Standort interessiert sind, in den bereits öffentliche Mittel investiert wurden. Gemeinsam mit demselben taiwanischen Partner werden wir dort eine Halbleiterfabrik errichten. Es geht also um Autos und Halbleiter“, erklärte Tusk.
Nach Angaben des Premierministers könnten die Verhandlungen mit den taiwanischen Partnern bereits im Herbst abgeschlossen werden. Alle bisherigen Signale deuteten darauf hin, dass die Gespräche nach dem Sommer erfolgreich beendet werden können.




