GlobalFoundries gießt erste Fundamente für Dresdner Fab-Erweiterung
Der US-Halbleiterhersteller GlobalFoundries hat in Dresden mit den Fundamentarbeiten für seine Fab-Erweiterung begonnen. Das geht aus einem LinkedIn-Beitrag von Manfred Horstmann, General Manager und Senior Vice President of GlobalFoundries Europe, vom 18. Juni hervor. Mit dem Ausbau schafft GF neue Reinraum- und Laborflächen und bereitet zusätzliche Fertigungskapazitäten für etablierte Chiptechnologien wie 22FDX vor.
Fundamente für neue Reinraumflächen
Die Fundamentarbeiten markieren den nächsten Baufortschritt beim Dresdner SPRINT-Projekt. GlobalFoundries erweitert den Standort mit neuen Fab- und Infrastrukturflächen. Bestehende Gebäude werden für den weiteren Ausbau der Produktion modernisiert. Der Ausbau erfolgt bei laufendem 24/7-Betrieb der Dresdner Fab.
Insgesamt umfasst das Projekt rund 5.000 Quadratmeter neue Reinraum- und Laborflächen. Für die Umsetzung arbeitet GlobalFoundries mit Exyte als Generalunternehmer sowie regionalen Bauunternehmen. In die erweiterte Produktion sollen rund 150 neue oder aufgerüstete Fertigungstools einziehen.
Die neuen Kapazitäten richtet GF auf etablierte Plattformen wie 22FDX aus. Diese Plattformen adressieren Anwendungen in Luft- und Raumfahrt sowie kritischer Infrastruktur. Auch die Industrieautomation gehört zu den adressierten Einsatzfeldern.
SPRINT-Ausbau soll Kapazität bis 2028 steigern
Im Oktober 2025 hatte GlobalFoundries SPRINT als Teil einer geplanten Investition von 1,1 Milliarden Euro vorgestellt. Mit dem Projekt will der Konzern die Produktionskapazitäten und die Infrastruktur am Standort Dresden erweitern. Bis Ende 2028 soll die Kapazität nach Unternehmensangaben auf über eine Million Wafer pro Jahr steigen. Im Dezember 2025 genehmigte die EU-Kommission deutsche staatliche Beihilfen in Höhe von 495 Millionen Euro für das Dresdner Vorhaben. Seit 2009 hat GlobalFoundries nach eigenen Angaben über 10 Milliarden Euro in den Standort Dresden investiert.
