SCHMID plant neuen Fertigungscampus in China
Der baden-württembergische Anlagenbauer SCHMID Group bündelt seine China-Fertigung auf einem neuen Campus in Zhongshan. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 9. Juni hervor. Der Standort soll zwei bisher angemietete Werke in China ersetzen und die dortige Fertigung deutlich erweitern. SCHMID reagiert damit auf die steigende Nachfrage chinesischer Kunden nach Anlagen für anspruchsvolle Leiterplatten- und Substratanwendungen.
Neuer Campus soll Kapazität nahezu verdoppeln
Am neuen Standort will SCHMID Anlagen für anspruchsvolle Leiterplatten- und Substratfertigung herstellen. Dazu gehört Nassprozesstechnik für High-End-HDI-Leiterplatten und IC-Substrate. Nachfrage nach solchen Anlagen kommt laut SCHMID zudem von Herstellern von AI-Serverboards.
In der Banfu Industrial Zone in Zhongshan hat SCHMID die ersten Vereinbarungen mit den lokalen Behörden geschlossen. Der neue Campus soll die zwei bisher angemieteten chinesischen Produktionsstandorte ablösen. An einem firmeneigenen Standort erwartet der Anlagenbauer effizientere Abläufe, kürzere Wege und nahezu die doppelte effektive Fertigungskapazität. Die erweiterte China-Produktion soll damit ein jährliches Umsatzvolumen ermöglichen, das deutlich über dem heutigen Niveau liegt.
Chinesische Kunden verlangen mehr Tempo
Die neue Fertigung in Zhongshan soll SCHMIDs China-Geschäft stärker auf lokale Kundenanforderungen ausrichten. Der Anlagenbauer folgt damit seiner Strategie „In China for China“. Kunden in China erwarten laut Unternehmen zunehmend technische Unterstützung im lokalen Markt.
Christian Schmid, CEO der SCHMID Group, erklärte: „Der Aufbau eines modernen, firmeneigenen Fertigungscampus ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung von SCHMID in China. Die Investition stärkt unsere Fähigkeit, Kunden in einem der dynamischsten Elektronikfertigungsmärkte der Welt zu unterstützen, und schafft die Kapazität, die wir für künftiges Wachstum benötigen.“
Rund 11 Millionen Euro veranschlagt SCHMID für Grundstück, Bau und Infrastruktur des neuen Campus. Der Baubeginn folgt nach der finalen Grundstücksübertragung, den nötigen Genehmigungen und dem Abschluss einer verbindlichen Vereinbarung. Den Produktionsstart erwartet das Unternehmen etwa Mitte 2027.
