A+B Electronic investiert 1,8 Millionen Euro in SMD-Fertigung
Der niedersächsische EMS-Dienstleister Assmy & Böttger Electronic GmbH hat seine SMD-Fertigung mit einer Investition von rund 1,8 Millionen Euro modernisiert. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 1. Juni hervor. A+B Electronic hat den SMD-Bereich innerhalb der vorhandenen Fläche neu geordnet und die Bestückungskapazitäten erhöht. Die integrierte Lotpasteninspektion soll den Anlauf nach dem Umbau stabilisieren und die Qualität in der Serienfertigung absichern.
Neues SMD-Layout erhöht Bestückungskapazität
Den Kapazitätsausbau hat A+B Electronic über ein neues Layout der SMD-Fertigung gelöst. Im Mittelpunkt steht die neue Linie, bei der die Prüfung des Lotpastenauftrags direkt auf den Druck folgt. Danach gehen die Leiterplatten in die Bestückung und in die weiteren Prozessschritte. Laut Mitteilung wurde die bestehende SMD-Linie in die neue Anordnung einbezogen. Beide Linien stehen sich nun gegenüber. Nach mehreren Umbauetappen erreichte der Bereich nach rund sechs Wochen wieder einen stabilen Produktionsbetrieb.
Als technischer Kontrollpunkt dient das Viscom-System iS6059 SPI. Es misst nach dem Druck Volumen, Höhe, Fläche und Versatz der Lotpaste. A+B Electronic zufolge soll die 3D-Sensortechnologie eine vollständige Prüfung ermöglichen und auch im Dual-Lane-Betrieb keine Engstelle im Produktionsfluss erzeugen.
Prozessdaten sollen Serienfertigung absichern
Nach dem Umbau musste die modernisierte SMD-Fertigung schnell wieder in einen stabilen Produktionsbetrieb kommen. Dabei hilft die SPI-Inspektion direkt nach dem Lotpastendruck: Sie liefert Daten dazu, ob der Auftrag der Paste im Sollbereich liegt. Abweichungen fallen dadurch früh im Prozess auf und können korrigiert werden, bevor sie in nachgelagerten Fertigungsschritte weiterwirken.
Kristin Teichmann, Technische Leiterin bei A+B Electronic, erklärte: „Entscheidend war, die Linie nach dem Umbau schnell in einen stabilen Zustand zu überführen. Die frühzeitige Nutzung der Inspektionsdaten hat uns dabei geholfen, Prozesse gezielt zu justieren und reproduzierbar auszurichten“
Für die Serienfertigung zählt vor allem, dass die Daten dauerhaft verfügbar sind. Trends im Lotpastenprozess lassen sich früher erkennen. Über Closed-Loop-Funktionen werden Prozessabweichungen an vorgelagerte Systeme zurückgemeldet, damit Korrekturen schneller angestoßen werden können. Damit will A+B Electronic Prozessschwankungen senken und Anforderungen an Qualität, Prozesssicherheit und Traceability besser begegnen.
Axel Werdermann, Operative Produktionsleitung bei A+B Electronic, erklärte: „Die Kombination aus Inspektion und direkter Rückkopplung in den Prozess erhöht die Stabilität deutlich. Gleichzeitig gewinnen wir eine Datentiefe, die für die weitere Optimierung der Fertigung entscheidend ist.“
