Niederländisches KI-Cloudunternehmen Nebius übernimmt Eigen AI für 643 Millionen US-Dollar
Das niederländische KI-Cloudunternehmen Nebius hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Eigen AI unterzeichnet, einem Unternehmen für KI-Inferenz und Modelloptimierung.
Der Kaufpreis wird laut Unternehmensangaben in einer Kombination aus Bargeld und Class-A-Aktien von Nebius gezahlt. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf rund 643 Millionen US-Dollar, basierend auf dem volumengewichteten 30-Tage-Durchschnittskurs der Nebius-Aktie zum Zeitpunkt der Unterzeichnung, vorbehaltlich möglicher Anpassungen.
Mit der Übernahme will Nebius seine Plattform „Token Factory“ als Managed-Inference-Plattform für produktive KI-Anwendungen weiter ausbauen. Eigen AIs Technologien für Inferenz- und Post-Training-Optimierung sollen direkt in die Plattform integriert werden.
Die Nebius Token Factory bietet Unternehmenslösungen für automatisches Skalieren sowie Fine-Tuning-Pipelines für große Open-Source-KI-Modelle. Beide Unternehmen haben nach eigenen Angaben bereits gemeinsam optimierte Implementierungen führender Open-Source-Modelle entwickelt.
Darüber hinaus soll die Übernahme Nebius’ Expansion in den USA beschleunigen. Das Gründerteam von Eigen AI wird zu Nebius wechseln und eine Engineering- und Forschungspräsenz im Raum San Francisco Bay Area aufbauen.
„Wir operieren in einer Welt knapper Rechenkapazitäten, in der KI-Entwickler optimierte Inferenzlösungen und skalierbare Infrastruktur benötigen“, sagte Roman Chernin, Mitgründer und Chief Business Officer von Nebius. „Die Integration der Optimierungstechnologien und des Gründerteams von Eigen AI wird die Nebius Token Factory an die Spitze moderner KI-Inferenzlösungen bringen.“
Ryan Hanrui Wang, Mitgründer und CEO von Eigen AI, erklärte: „Gemeinsam mit dem Token-Factory-Team werden wir die Grenzen der Inferenz-Performance weiter verschieben. Zusammen reduzieren wir die Komplexität bei Anpassung und Deployment von KI-Modellen, damit Entwickler Modelle zuverlässig produktiv betreiben können, ohne die zugrunde liegende Infrastruktur verwalten zu müssen.“





