Siemens beauftragt Jabil mit Betrieb neuer Schaltanlagenfabrik in Virginia
Siemens und Jabil haben Pläne für ein neues Produktionswerk im US-Bundesstaat Virginia angekündigt. In der rund 300.000 Quadratfuß großen Anlage im Prince George County wird Jabil künftig Mittelspannungsschaltanlagen und integrierte Stromverteilungslösungen im Auftrag von Siemens fertigen. Die Produktion soll im Herbst 2026 anlaufen.
Die Investition in Höhe von 30 Millionen US-Dollar umfasst Ausrüstung, Werkzeuge und die Produktionsvorbereitung am Standort Crosspointe Logistics Center. Nach Inbetriebnahme sollen dort mindestens 350 neue Arbeitsplätze entstehen, teilten die Unternehmen mit.
Die Fabrik ist darauf ausgelegt, Kunden aus den Bereichen Rechenzentren, Energieversorgung und Industrie schneller mit kritischer Energieinfrastruktur zu versorgen. Siemens bezeichnet die Investition als direkte Reaktion auf die stark steigende Nachfrage – insbesondere durch den Ausbau von Rechenzentren – und den zunehmenden Druck auf Kunden, neue Kapazitäten möglichst schnell bereitzustellen.
„Durch zusätzliche Möglichkeiten zur Erweiterung der Fertigung von von Siemens entwickelten Schaltanlagen und Stromversorgungslösungen hier in den USA helfen wir unseren Kunden, Projektlaufzeiten zu verkürzen und die Liefersicherheit zu verbessern – während wir gleichzeitig eine resiliente heimische Lieferkette stärken“, sagte Brian Dula, Präsident des Geschäftsbereichs Electrification and Automation bei Siemens Smart Infrastructure USA.
Für Jabil erweitert der Standort in Virginia die bestehende US-Fertigungspräsenz des Unternehmens, die bereits mehr als 30 Standorte umfasst. Siemens und Jabil arbeiten seit mehreren Jahren weltweit zusammen.
Siemens hat kürzlich die Marke von mehr als einer Milliarde US-Dollar an Investitionen in die US-Produktion überschritten. Die neue Anlage in Virginia ist Teil dieser Ausbauoffensive.


