Electrolux schließt Kühlgerätewerk in Ungarn bis Ende 2026
Der schwedische Hausgerätehersteller Electrolux Group will sein Werk im ungarischen Jászberény bis Ende 2026 schließen. Das gab das Unternehmen bereits Ende April bekannt. Mit der Entscheidung passt der Konzern sein europäisches Produktionsnetz an das schwierige Marktumfeld an. Von der geplanten Schließung sind rund 600 Beschäftigte betroffen.
Kostendruck trifft Werk in Jászberény
Electrolux begründet die Entscheidung mit einer Überprüfung der eigenen Fertigungsstrategie. Der Konzern will seine Kostenposition stärken und das Produktionsnetz flexibler aufstellen. Nach Unternehmensangaben belasten stagnierende Nachfrage, hoher Preisdruck und wachsende Einschränkungen bei der Kostenwettbewerbsfähigkeit das Geschäft.
Am Standort Jászberény fertigt Electrolux Einbau- und freistehende Kühlgeräte. Die geplante Schließung betrifft rund 600 Beschäftigte und führt im zweiten Quartal 2026 zu einer Restrukturierungsbelastung von rund 0,6 Milliarden SEK. Davon entfallen rund 0,3 Milliarden SEK auf zahlungswirksame Kosten. Electrolux verbucht den Betrag als negativen Sondereffekt im operativen Ergebnis der Region Europe, Middle East & Africa and Asia-Pacific.
Die Versorgung mit Kühlgeräten will Electrolux künftig über bestehende Strukturen und externe OEM-Partner sichern. Die Vertriebs- und Marketingaktivitäten des Budapester Büros bleiben von der Entscheidung ausgenommen.
