Rheinmetall und Telekom kooperieren bei ziviler Drohnenabwehr
Rheinmetall und die Deutsche Telekom wollen gemeinsam einen Abwehrschirm gegen Drohnen und Sabotage entwickeln, um Städte und kritische Infrastrukturen in Deutschland besser zu schützen. Die Kooperation wurde im Vorfeld der Sicherheitsmesse AFCEA in Bonn angekündigt.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht ein sogenannter „Multi-Threat-Protection“-Ansatz, der Technologien für Cybersicherheit und physischen Schutz kombiniert. Ziel ist es, vielfältige Bedrohungen gegen kritische Infrastrukturen (KRITIS) wie Energieanlagen, Industrieareale oder öffentliche Einrichtungen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.
Die Partnerschaft reagiert auf die zunehmenden hybriden Bedrohungen durch Sabotage und unbemannte Fluggeräte. Durch die aktuelle geopolitische Lage rücke der Schutz kritischer Infrastrukturen immer stärker in den Fokus, erklärten die Unternehmen.
Rheinmetall bringt dabei seine Expertise in Sensorik, Effektoren und Sicherheitstechnologien ein, während die Telekom ihre Kompetenzen in Mobilfunknetzen, Cloud-Infrastruktur und Datenanalyse beisteuert. Laut Berichten sollen unter anderem passive RF-Sensoren, Störtechnologien sowie digitale Analyseverfahren genutzt werden, um Drohnen frühzeitig zu identifizieren.
„Die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital“, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger laut Medienberichten. „Deshalb braucht ihre Abwehr die Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen.“
Details zur technischen Umsetzung und zum weiteren Ausbau der Zusammenarbeit wollen die Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Vorgestellt wurde die Kooperation im Umfeld der AFCEA-Fachmesse für Sicherheitstechnik, die am 12. Mai 2026 in Bonn begonnen hat.


