GPV steigert Profitabilität im Q1 trotz rückläufiger Umsätze
Der dänische EMS-Anbieter GPV hat im ersten Quartal 2026 seine Ergebnislage verbessert, obwohl Umsatz und externe Rahmenbedingungen unter Druck standen.
Der Umsatz im Zeitraum Januar bis März belief sich auf 2,14 Milliarden DKK und lag damit 3 % unter dem Vorjahreswert von 2,21 Milliarden DKK. Gleichzeitig stieg das EBITDA um 12 % auf 160 Millionen DKK, verglichen mit 143 Millionen DKK im ersten Quartal 2025.
„Die im Jahr 2025 umgesetzten strukturellen Maßnahmen zeigen nun erste positive Effekte im Ergebnis. Wir haben unsere Profitabilität verbessert und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt“, sagte CEO Bo Lybæk.
Die Ergebnisverbesserung ist vor allem auf eine reduzierte Kostenbasis, bessere Kapazitätsauslastung und Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Diese resultieren unter anderem aus Standortkonsolidierungen im Jahr 2025. Zudem treibt GPV die Einführung einer gruppenweiten ERP-Plattform voran, um Transparenz und Skalierbarkeit zu erhöhen. Ein erstes Pilotprojekt wurde bereits im ersten Quartal umgesetzt.
Speicherengpässe sorgen für neuen Druck
Trotz der positiven Entwicklung sieht sich das Unternehmen mit zunehmenden Herausforderungen in der Lieferkette konfrontiert. Die Verfügbarkeit von Speicherchips wird durch die starke Nachfrage aus den Bereichen KI und Rechenzentren weiter eingeschränkt, was zu längeren Lieferzeiten und steigenden Preisen führt.
Zusätzlich belasten steigende Energiepreise sowie höhere Logistikkosten im Zusammenhang mit der Lage im Nahen Osten die Geschäftsentwicklung.
„Wir stehen vor wachsenden Herausforderungen durch Materialengpässe, insbesondere bei Speicherchips, sowie durch steigende Energie- und Transportkosten“, so Lybæk.
GPV reagiert darauf mit speziellen Taskforces, enger Abstimmung mit Kunden und Lieferanten sowie erweiterten Prognosezeiträumen, um die Versorgung sicherzustellen.
„Aus den Lieferkettenkrisen der Jahre 2021 bis 2023 haben wir viel gelernt. Heute sind wir besser vorbereitet und reagieren schneller“, ergänzte Lybæk.
Starke Auftragslage stützt Ausblick
Die Nachfrage entwickelte sich im ersten Quartal stabil, unterstützt durch einen soliden Auftragseingang und ein gesundes Book-to-Bill-Verhältnis. Mehrere Projekte aus den Jahren 2025 und 2026 sollen ab 2027 in die Serienproduktion übergehen.
Zudem baut GPV seine Aktivitäten in Mexiko weiter aus, wo ein Großteil der Produktion bereits den USMCA-Zollregeln entspricht und zusätzliche Kapazitäten für zukünftiges Wachstum geschaffen werden.
Für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen seine Prognose mit einem erwarteten Umsatz von 8,5 bis 9,0 Milliarden DKK und einem EBITDA von 690 bis 750 Millionen DKK.
„Wir verfügen über einen starken Auftragsbestand, eine attraktive Projektpipeline und ein insgesamt robusteres Geschäft als vor einem Jahr. Bei stabilen Rahmenbedingungen erwarten wir ein solides Jahresergebnis“, so Lybæk abschließend.




