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Analysen |

e-mobil BW-Studie: Batterien und Leistungselektronik werden Schlüssel für Lkw-Zulieferer

Die baden-württembergische Landesagentur e-mobil BW sieht im Wandel des schweren Lkw-Markts neue Chancen für Zulieferer aus dem Südwesten. Das geht aus einer Pressemitteilung der Agentur vom 5. Mai hervor. Die Studie „Nutzfahrzeugmarkt Baden-Württemberg: Aktuelle Trends, Wertschöpfung und Chancen für Zulieferer“ untersucht, welche Technologien künftig Wertschöpfung im Lkw-Sektor schaffen. Der Fokus liegt auf schweren Nutzfahrzeugen und auf der Frage, welche Rolle regionale Fertigungskompetenzen künftig spielen.

Fertigungsstärken werden zum Vorteil im elektrifizierten Lkw-Markt

Die Studie macht wichtige neue Geschäftsfelder für baden-württembergische Zulieferer in den technischen Kernbereichen elektrifizierter und wasserstoffbasierter Lkw aus. Dazu zählen Batterien, Brennstoffzellen-Stacks und Wasserstoffspeicher. Auch Elektromotoren und Leistungselektronik gewinnen an Bedeutung. Damit verlagert sich ein wichtiger Teil der Wertschöpfung auf Komponenten für elektrische Antriebe und neue Energiesysteme.

Für viele Unternehmen im Südwesten beginnt dieser Wandel bei Verfahren, die sie bereits beherrschen. Gießen, Zerspanen und Fügen lassen sich laut Studie auf Batterie-Strukturbauteile, Gehäuse für Leistungselektronik und Komponenten von Elektromotoren übertragen. Klassische Fahrzeugbereiche behalten zugleich Gewicht: Chassis und Fahrwerk bleiben laut Analyse mit rund 17 Prozent Wertschöpfungsanteil ein stabiler Faktor.

Zulieferer müssen Know-how in Schlüsseltechnologien aufbauen

Die neuen Geschäftsfelder kommen jedoch mit klaren Anforderungen. Laut e-mobil BW bestehen im Südwesten Kompetenzlücken in der Zellfertigung, in der Leistungselektronik sowie bei Magnet- und Halbleitertechnologien. Für die Zulieferindustrie entscheidet sich damit, wie gut sie ihre klassischen Produktionsstärken in neue Fahrzeugtechnologien überträgt und wo sie eigenes Know-how aufbauen muss.

Franz Loogen, Geschäftsführer der Landesagentur e-mobil BW, erklärte: „Die Studie zeigt, dass sich die Wertschöpfung im Lkw schrittweise verlagert – weg von klassischen Komponenten hin zu neuen Technologien wie elektrischen Antrieben und Energiesystemen. Wie schnell dieser Wandel verläuft, entscheiden oft auch äußere Faktoren wie politische Rahmenbedingungen und die Energiepreisentwicklung. Wir als e-mobil BW unterstützen Zulieferer gezielt dabei, sich auf diese Veränderungen einzustellen.“

CO₂-Bilanz und Diesel-Dominanz erhöhen den Handlungsdruck

Der schwere Lkw-Markt steht wegen seiner Emissionsbilanz und seiner Dieselprägung unter Zugzwang: Lkw mit über 26 Tonnen stellen im bundesweiten Straßengüterverkehr zwar knapp unter zehn Prozent der Fahrzeuge, verursachen in diesem Bereich laut e-mobil BW aber über 50 Prozent der CO₂‑Emissionen. Zugleich dominiert der Dieselantrieb mit 97,3 Prozent der neu zugelassenen Lkw weiterhin den Markt. Mit Blick auf die europäischen Reduktionsziele für 2030, 2035 und 2040 dürfte sich dieses Bild verändern. Die Studie erwartet, dass batterieelektrische Antriebe in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, später können auch wasserstoffbasierte Lösungen bei schweren Nutzfahrzeugen stärker ins Gewicht fallen.


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