Evertiq Expo Kraków 2026: Von Designentscheidungen zu Marktdynamiken
Was in der Designphase entschieden wird, zeigt sich zunehmend erst später – in der Produktion und am Markt. Entscheidungen zu Systemarchitektur, Materialauswahl oder Betriebsparametern kehren häufig in Form von Integrationsproblemen, Fertigungsgrenzen oder Risiken in der Lieferkette zurück. Besonders in anspruchsvollen Anwendungen wird deutlich, wie eng Design, Systemleistung und Marktbedingungen miteinander verknüpft sind.
Diese Zusammenhänge stehen im Mittelpunkt der Evertiq Expo Kraków 2026, die am 7. Mai stattfindet. Das Programm deckt Themen von Systemdesign und Integration bis hin zum Komponentenmarkt und der globalen Halbleiterindustrie ab.
Eröffnet wird die Konferenz mit einer Podiumsdiskussion zu Elektronik in anspruchsvollen Umgebungen wie Verteidigung, Robotik und Industrie. Im Fokus stehen zentrale Designentscheidungen – etwa Materialwahl, Systemarchitektur, Signalintegrität und elektromagnetische Verträglichkeit – sowie deren Einfluss auf die Gesamtleistung von Systemen.
An der Diskussion nehmen Maciej Sobolewski (Fideltronik) und Jacek Małecki (Best Supply) teil, moderiert von Ewelina Bednarz (Evertiq).
Im Anschluss präsentiert Yaroslav Filimonov, CEO des ukrainischen Unternehmens Kvertus, Ansätze zum Schutz kritischer Infrastrukturen vor UAV-Bedrohungen. Dabei geht es um integrierte Systemarchitekturen, die Detektion, Signalanalyse, Entscheidungsfindung und Reaktion kombinieren. Zudem werden typische Schwachstellen wie fragmentierte Lösungen und Verzögerungen zwischen Erkennung und Reaktion beleuchtet.
Darauf folgt Piotr Owczarek (AiRob), der die Herausforderungen der Automatisierung in High-Mix/Low-Volume-Produktionsumgebungen thematisiert. Sein Ansatz basiert auf Vision-Systemen und Datenanalyse, um flexible und integrierte Produktions- und Qualitätskontrollprozesse zu ermöglichen.
Dominik Kowalczyk (DACPOL) widmet sich anschließend der Signalintegrität und elektromagnetischen Verträglichkeit. Anhand praxisnaher Beispiele zeigt er, wie elektromagnetische Störungen elektronische Systeme beeinflussen und welche Ursachen typischerweise zu Signalverlust führen – insbesondere in Verteidigungsanwendungen.
Später im Programm analysiert Jacek Małecki (Best Supply) die aktuelle Situation im Markt für elektronische Komponenten und mögliche Risiken weiterer Lieferengpässe. Basierend auf seiner Erfahrung in Distribution, EMS und OEM zeigt er Strategien zur Vorbereitung auf volatile Marktbedingungen auf.
Die globale Perspektive der Halbleiterindustrie bringt Claus Aasholm (Semiconductor Business Intelligence) ein, der erstmals in Polen auftritt. Seine Präsentation basiert auf Daten zu Investitionen, Produktionskapazitäten, Veränderungen in der Lieferkette und realer Auslastung – mit Fokus auf die tatsächlichen Treiber des Marktes.
Dawid Goljat (EXEA Data Center) beleuchtet anschließend Veränderungen im Bereich Cybersicherheit im Kontext der uKSC- und NIS2-Regulierungen. Im Mittelpunkt steht der Übergang von reiner Compliance hin zu operativer Resilienz.
Ein weiterer Programmpunkt ist der Vortrag von Karol Sowa (Sowa Electronics), der Lösungen für die automatisierte optische Inspektion (AOI) bei THT-Bestückung vorstellt. Thematisiert werden sowohl 2D- als auch 3D-Technologien sowie die beidseitige Inspektion von Leiterplatten vor und nach dem Lötprozess.
Den Abschluss bildet die Präsentation der 20 größten europäischen Verteidigungsunternehmen und deren Bedeutung für die Elektronikindustrie.
Darüber hinaus können Besucher vor Ort den KI-gestützten Roboter Edward Warchocki erleben, der zeigt, wie sich KI-basierte Interaktion in realen Anwendungen einsetzen lässt.
Die Evertiq Expo Kraków findet am 7. Mai im CFK13 statt. Die Anmeldung ist ab sofort geöffnet.




