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SiemensMobility
© Siemens
Elektronikproduktion |

Siemens Mobility erhält 2-Milliarden-Auftrag der Schweizerischen Bundesbahnen

Die Schweizerischen Bundesbahnen haben beim deutschen Bahntechnikkonzern Siemens Mobility 116 Doppelstockzüge für rund 2 Milliarden Schweizer Franken bestellt. Das geht aus einer Pressemitteilung von Siemens Mobility vom 30. April hervor. Die Wagenkästen sollen am Siemens-Standort Krefeld gefertigt werden. Ab 2031 sollen die neuen Fahrzeuge im Netz der Zürcher S-Bahn und in der Westschweiz eingesetzt werden.

Desiro DoSto soll Energiebedarf im Betrieb senken

Die bestellten Desiro-DoSto-Züge sind sechsteilige Doppelstockzüge. Für die Entwicklung der Fahrzeuge setzt Siemens Mobility auf die Desiro-HC-Plattform, auf der bereits weitere Doppelstockzüge des Unternehmens entstanden sind. In Sachen Technik rückt der Energiebedarf im Betrieb in den Fokus. Effiziente Traktionskomponenten, eine integrierte Wärmepumpe und ein Energiemanagement über die Fahrzeugsteuerung sollen den Verbrauch senken. Auch beim Material setzt Siemens Mobility auf eine ressourcenschonendere Lösung: Für die Wagenkästen ist vollständig CO₂-reduziertes Aluminium vorgesehen.

Michael Peter, CEO von Siemens Mobility, sagte: „Der Desiro Doppelstock basiert auf unserer bewährten Desiro-HC-Plattform, die sich im täglichen Fahrgastbetrieb in zahlreichen Ländern als sehr zuverlässig erwiesen hat. Auf dieser erprobten Basis liefern wir der SBB eine weiterentwickelte Lösung, die hohe Kapazität, Komfort und Nachhaltigkeit vereint und optimal auf die Anforderungen moderner S-Bahn-Netze ausgelegt ist. Mit mehr als 440 verkauften Zügen der Desiro-HC-Familie und über 200 Millionen gefahrenen Kilometern steht diese Plattform für höchste Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit.“

Krefeld übernimmt die Wagenkastenfertigung

Der Auftrag bindet Standorte in Deutschland und der Schweiz ein. In Krefeld sollen die Wagenkästen gefertigt werden. Siemens Mobility Schweiz mit Sitz in Wallisellen verantwortet die Lieferung der Fahrzeuge. In der Schweiz laufen außerdem das Projektmanagement und die Tests. Auch die Zulassungsfahrten sollen dort stattfinden. Die Inbetriebsetzung und die Einführung in den Betrieb erfolgen mit lokalen Partnern. Während der Gewährleistungsfrist sind zudem Instandhaltungsarbeiten in der Schweiz vorgesehen.

Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, sagte: „Dieser Auftrag über rund 2 Milliarden Schweizer Franken unterstreicht das Vertrauen der SBB in Siemens. Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Lebensqualität – das verbinden die Menschen in der Schweiz mit der Bahn. Und wir sind stolz, mit unseren neuen Zügen und unserer führenden Technologie diese hohen Ansprüche für die Zukunft zu erfüllen. Auch dass wichtige Teile des Projekts – von Projektleitung über Tests und Zulassungsfahrten bis zur Betriebseinführung – in der Schweiz stattfinden, zeigt unsere tiefe Verbundenheit mit dem Land.“

Neue Flotte soll mehr Platz im S-Bahn-Verkehr schaffen

Für den Einsatz im S-Bahn-Verkehr sollen die Desiro-DoSto-Züge mehr Kapazität bieten als die erste Fahrzeuggeneration. Pro Zug sind rund 540 Sitzplätze vorgesehen. Damit steigt die Sitzplatzkapazität gegenüber der bisherigen Fahrzeuggeneration um 10 Prozent; bei den Stehplätzen beträgt der Zuwachs rund 30 Prozent. Niederflurige Einstiege, Steckdosen und Ladepunkte für E-Bikes sollen die Ausstattung für den Alltag im Nahverkehr ergänzen. 

Der Vertrag mit Siemens Mobility eröffnet den Schweizerischen Bundesbahnen zudem die Möglichkeit, den Auftrag um bis zu 84 weitere Fahrzeuge zu erweitern. Damit könnte die Bestellung am Ende auf bis zu 200 Doppelstockzüge wachsen.


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