Aspocomp meldet Rekord-Auftragsbestand trotz Umsatzrückgang im Q1
Der finnische Leiterplattenhersteller Aspocomp hat das erste Quartal 2026 mit dem höchsten Auftragsbestand seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen, obwohl Umsatz und Profitabilität gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgingen.
Der Umsatz sank um 6 % auf 9,7 Millionen Euro (Q1 2025: 10,3 Millionen Euro). Das operative Ergebnis verringerte sich deutlich von 0,8 Millionen Euro auf 0,2 Millionen Euro, was einer Marge von 2,2 % entspricht.
Hauptgrund für die schwächere Entwicklung war eine Störung in der Lieferkette infolge der Insolvenz eines Ausrüstungsherstellers im Jahr 2025. Dies führte zu Engpässen bei Ersatzteilen und belastete die Produktionskapazitäten im gesamten Quartal. Zusätzlich wirkten sich margenschwache Aufträge aus dem Jahr 2024 negativ aus, deren Auslieferung sich bis ins zweite Quartal 2026 erstreckt. Eine Abschreibung in Höhe von 80.000 Euro auf eine gescheiterte Investition aus dem Jahr 2020 belastete das Ergebnis zusätzlich.
Dem gegenüber steht eine starke Nachfrageentwicklung: Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal um 7 % auf 12,2 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte zum Quartalsende 23,5 Millionen Euro – ein Plus von 12 % gegenüber dem Vorjahr und zugleich ein Rekordwert. Teile des Auftragsbestands reichen bis ins Jahr 2027, was dem Unternehmen eine ungewöhnlich hohe Planungssicherheit verschafft.
Die Nachfrage spiegelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens wider. 43 % der Aufträge entfielen auf die Halbleiterindustrie, weitere 30 % auf den Verteidigungssektor – beides Kernwachstumsbereiche für Aspocomp.
Der Ausbau des Werks in Oulu verläuft laut Unternehmen planmäßig und innerhalb des Budgets. Im zweiten Quartal wird das Lager in neue Räumlichkeiten verlegt, zudem sollen erste neue Produktionsanlagen geliefert werden. Die vollständige Inbetriebnahme der zusätzlichen Kapazitäten ist schrittweise bis 2027 vorgesehen.
Aspocomp bestätigte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen erwartet steigende Umsätze und eine Verbesserung des operativen Ergebnisses im Vergleich zu 2025, als ein Umsatz von 38,2 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 0,9 Millionen Euro erzielt wurden.
