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Siemens-humanoid-HMND-01-Alpha
© Siemens
Elektronikproduktion |

Humanoid-Roboter mit NVIDIA-Stack erfolgreich bei Siemens in Erlangen getestet

In seinem Erlanger Elektronikwerk hat Siemens einen von Humanoid entwickelten humanoiden Roboter im laufenden Fabrikbetrieb erprobt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens von vergangener Woche hervor. Damit rückt für Siemens der Einsatz physischer KI im Produktionsalltag ein Stück näher. Der Test in Erlangen führt die im Januar auf der CES vorgestellte Partnerschaft von Siemens und NVIDIA direkt ins Fabrikumfeld.

HMND 01 Alpha übernimmt Transportaufgaben im Logistikbereich

Für den Praxistest übernahm der HMND 01 Alpha Transportaufgaben im Logistikbereich des Werks. Der humanoide Roboter auf Rädern nahm Behälter auf und brachte sie selbstständig an ihren Bestimmungsort. Humanoid hat das System auf Einsätze in der Fabrik zugeschnitten: mit omnidirektionaler Mobilität und Greiffunktionen, die auf Abläufe in der Halle ausgelegt sind.

Im Test erreichte das System alle gesetzten Kennzahlen: Nach Angaben von Siemens lief der Roboter über acht Stunden und kam auf 60 Behälterbewegungen pro Stunde. Bei autonomen Pick-and-Place-Vorgängen erreichte er eine Erfolgsquote von über 90 Prozent.

Deepu Talla, Vice President of Robotics and Edge AI bei NVIDIA, sagte: „Die Fabriken der Zukunft erfordern Roboter, die autonom neben menschlichen Arbeitskräften ihre Umwelt wahrnehmen, verstehen und sich anpassen können, um den Arbeitskräftemangel und die operative Komplexität zu bewältigen, mit denen die traditionelle Automatisierung zu kämpfen hatte. Mit Siemens, welches das industrielle Integrations-Rückgrat bereitstellt, und Humanoid, das den vollständigen Physical-AI-Stack von NVIDIA einsetzt – von simulationsbasiertem Training bis hin zu Echtzeit-Edge-Inferenz – ebnet dieser Einsatz den Weg für humanoide Roboter, die reale Produktionsziele in einer laufenden Fabrik erreichen.“

Xcelerator und NVIDIA-Stack ebnen den Weg in den Werkalltag

Damit der HMND 01 Alpha im Werk in den laufenden Betrieb hineinpasst, setzt Siemens auf sein Xcelerator-Portfolio für die industrielle Integration. Ein digitaler Zwilling, KI-gestützte Wahrnehmung und integrierte Steuerung helfen dem Roboter dabei, seine Umgebung zu erfassen und sich im Ablauf zu orientieren. Schnittstellen zur Robotik, Kommunikationsnetze und Flottenmanagement binden ihn an Produktionssysteme und andere fahrerlose Transportsysteme an.

Die technologische Basis dafür liefert NVIDIA. Humanoid integriert den Physical-AI-Stack des Unternehmens in die HMND-01-Plattform und greift dabei auf Jetson Thor fürs Edge-Computing, Isaac Sim für die Simulation sowie Isaac Lab für Reinforcement Learning und Policy Training zurück. Laut Siemens verkürzte der simulationsbasierte Hardware-Design-Ansatz die Prototypenentwicklung von typischerweise 18 bis 24 Monaten auf sieben Monate. Zugleich konnte das Team Aktuatorauswahl, Gelenkkräfte und Massenverteilung schon digital abstimmen. Den HMND 01 Alpha hat Humanoid mit eigener KinetIQ-Software, omnidirektionaler Mobilität und mit Blick auf wechselnde Aufgaben für den Fabrikalltag ausgelegt.

Artem Sokolov, CEO und Gründer von Humanoid, erklärte: „Unsere Mission ist es, humanoide Roboter zu entwickeln, die nicht nur in kontrollierten Laborumgebungen, sondern auch in realen Fabrikumgebungen funktionieren und sinnvolle industrielle Aufgaben übernehmen. Unsere Zusammenarbeit mit Siemens und NVIDIA verschafft uns einen großen Vorteil, indem sie NVIDIAs führende KI-Infrastruktur, Simulationstools und Frameworks mit der tiefgreifenden industriellen Expertise und den Integrationsfähigkeiten von Siemens kombiniert. Gemeinsam haben wir bewiesen, dass humanoide Roboter bereit für den realen industriellen Einsatz sind.“


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