Erdbeben in Japan löst Alarm aus – Halbleiterproduktion bleibt unbeeinträchtigt
Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat am 20. April die Nordostküste Japans erschüttert und kurzzeitig eine Tsunamiwarnung ausgelöst, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet.
Das Beben ereignete sich vor der Sanriku-Küste in einer Tiefe von rund 19 Kilometern. Während die japanische Wetterbehörde eine Magnitude von 7,7 angab, wurde das Ereignis vom US Geological Survey mit 7,4 gemessen.
Im Hafen von Kuji in der Präfektur Iwate wurde eine Tsunamiwelle von etwa 80 Zentimetern registriert, während entlang der Küste weitere kleinere Wellen beobachtet wurden. Die Warnungen wurden später wieder aufgehoben.
Die japanischen Behörden gehen derzeit von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für ein weiteres starkes Erdbeben in der kommenden Woche aus. Diese liegt laut Angaben bei etwa 1 % und damit über dem üblichen Wert von rund 0,1 %. Gleichzeitig betonen die Behörden, dass es sich dabei nicht um eine konkrete Vorhersage handelt.
Die betroffene Region umfasst mehrere Präfekturen, darunter Iwate, Aomori, Miyagi und Fukushima – Gebiete, in denen zahlreiche Halbleiter- und Technologieunternehmen ansässig sind.
Nach ersten Einschätzungen blieb die Industrie jedoch weitgehend verschont. Tokyo Electron teilte mit, dass sowohl das Werk in Tohoku (Iwate) als auch die Anlagen in Miyagi keine Schäden an Gebäuden oder Ausrüstung erlitten haben und der Betrieb uneingeschränkt fortgesetzt wird.
Auch Kioxia berichtete, dass das Werk in Kitakami (Iwate) nicht betroffen ist und die Produktion normal weiterläuft.
Während die Behörden weiterhin zur Vorsicht aufrufen, kehrt in der Region schrittweise wieder Normalität ein.


