EDAG plant Stellenabbau 150 Jobs in Fulda betroffen
Der Engineering-Dienstleister EDAG plant einen umfassenden Stellenabbau bis Ende 2026. Insgesamt sollen rund 1.300 Arbeitsplätze wegfallen, davon etwa 150 am Standort Fulda, wie aus einem Bericht der Fuldaer Zeitung hervorgeht.
Am Stammsitz in Fulda ist die Belegschaft bereits von rund 1.600 auf etwa 1.450 Mitarbeiter gesunken. Der Abbau erfolgt überwiegend über natürliche Fluktuation, also durch nicht nachbesetzte Stellen. Weitere betriebsbedingte Kündigungen sind am Standort derzeit nicht geplant.
Hintergrund der Maßnahmen ist die anhaltend schwierige Lage in der Automobilbranche, die sich direkt auf Entwicklungsdienstleister wie EDAG auswirkt. Eine schwache Nachfrage und zurückhaltende Investitionen der Kunden haben den Druck auf das Unternehmen erhöht.
Gleichzeitig setzt EDAG weiterhin auf Maßnahmen wie Kurzarbeit, um flexibel auf die aktuelle Auslastung zu reagieren. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation jedoch leicht verbessert.
Trotz der Einschnitte sieht sich das Unternehmen vorsichtig stabilisiert. Nach eigenen Angaben sind bereits rund 80 % des geplanten Umsatzes für 2026 durch Aufträge abgesichert. Dennoch bleibt die weitere Entwicklung abhängig von der Nachfrage – bei ausbleibenden neuen Projekten könnten zusätzliche Sparmaßnahmen notwendig werden.
Der geplante Stellenabbau unterstreicht die Herausforderungen, vor denen Engineering-Dienstleister im Zuge der Transformation der Automobilindustrie stehen – insbesondere in Europa, wo Kostenstrukturen und Marktdynamiken zunehmend unter Druck geraten.




