Berliner Satellit bei Artemis-Mission erfolgreich ausgesetzt
Ein in Berlin entwickelter Kleinsatellit ist im Rahmen der NASA-Mondmission Artemis II erfolgreich im All ausgesetzt worden. Der Satellit „Tacheles“, entwickelt vom Startup Neurospace mit Bezug zur Technischen Universität Berlin, liefert nun erste Daten aus dem Weltraum.
Der Satellit wurde Anfang April 2026 in einer Höhe von rund 40.000 Kilometern von der Trägerrakete ausgesetzt. Kurz nach dem Aussetzen konnte bereits eine erfolgreiche Datenübertragung zur Erde nachgewiesen werden – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt.
„Tacheles“ dient als Technologie-Demonstrator und trägt die vollständige Elektronik eines geplanten Mondrovers an Bord. Ziel ist es, diese Komponenten unter realen Bedingungen im Weltraum zu testen – insbesondere im Hinblick auf Strahlungsbelastung und Zuverlässigkeit im Deep-Space-Einsatz.
Das Projekt zeigt, dass sich ein Deep-Space-Satellit innerhalb von rund zwölf Monaten entwickeln lässt. Damit unterstreicht die Mission das Potenzial schneller Entwicklungszyklen in der Raumfahrttechnologie.
Der CubeSat ist Teil eines internationalen Programms: Insgesamt wurden im Rahmen der Artemis-II-Mission mehrere Kleinsatelliten ausgesetzt, die unterschiedliche wissenschaftliche und technologische Experimente durchführen.
Langfristig verfolgt Neurospace das Ziel, autonome Rover-Systeme für den Einsatz auf dem Mond zu entwickeln. Die jetzt gesammelten Daten sollen dazu beitragen, die Elektronik zukünftiger Systeme robuster und leistungsfähiger zu machen.
Die Artemis-II-Mission markiert einen weiteren Schritt in der Rückkehr der bemannten Raumfahrt zum Mond und bringt gleichzeitig neue technologische Entwicklungen aus Europa und insbesondere aus Deutschland in den Fokus.
Mit dem erfolgreichen Einsatz von „Tacheles“ wird deutlich, wie kleinere, agile Projekte zunehmend Teil großer internationaler Raumfahrtmissionen werden – und dabei wichtige Impulse für zukünftige Anwendungen liefern.




