Chinas Chery plant Ausbau der Fahrzeugproduktion in Europa
Der chinesische Automobilhersteller Chery prüft den Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Europa und setzt dabei auf Partnerschaften mit bestehenden Herstellern. Das berichtet Reuters.
Demnach verfolgt das Unternehmen eine Strategie, vorhandene Produktionsanlagen in Europa zu nutzen, anstatt neue Werke zu errichten. Dieser Ansatz soll Zeit und Investitionskosten reduzieren. Gespräche mit potenziellen Partnern laufen bereits, konkrete Namen oder Standorte wurden jedoch nicht genannt. Frankreich zählt laut Unternehmensangaben zu den möglichen Optionen.
Chery reagiert damit auf die stark wachsende Nachfrage in Europa. Seit dem Markteintritt im Jahr 2023 haben sich die Verkäufe auf dem Kontinent nahezu versechsfacht und erreichten 2025 rund 120.000 Fahrzeuge.
Bereits heute ist das Unternehmen in Europa aktiv. In Spanien betreibt Chery gemeinsam mit Partnern eine Produktion in einem ehemaligen Nissan-Werk in Barcelona, die bis 2029 auf eine jährliche Kapazität von bis zu 200.000 Fahrzeugen ausgebaut werden soll.
Diese Kapazitäten dürften jedoch nicht ausreichen, um die steigende Nachfrage zu decken und gleichzeitig regulatorische Anforderungen der EU zu erfüllen. Dazu zählen unter anderem Vorgaben zur lokalen Wertschöpfung sowie Zölle auf importierte Elektrofahrzeuge aus China.
Parallel treibt Chery den Ausbau seiner Markenpräsenz in Europa voran. Modelle der Marken Omoda und Jaecoo werden aktuell in weiteren Märkten eingeführt, während zusätzliche Fahrzeugmodelle und möglicherweise auch neue Marken folgen sollen.
Mit der geplanten Expansion setzt Chery auf eine stärkere Lokalisierung seiner Produktion in Europa – ein Schritt, der sowohl die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen als auch regulatorische Hürden besser adressieren soll.




